118E1
Welche Körperstellen sind besonders anfällig für das Entstehen von Dekubitus?
a. Ohrmuschel
b. Handflächen
c. Bauchnabel
d. Äußere Genitalien
e. Fersen
Die richtige Antwort ist e. Fersen.
118E2
Welche der folgenden Aussagen trifft auf die Metaanalyse zu?
a. Das Evidenzniveau ist niedrig.
b. Mehrere Studien können zusammengefasst werden.
c. Publikationsbias muss nicht berücksichtigt werden.
d. Sie ist gleichbedeutend mit randomisierten kontrollierten Studien (RCTs).
e. Die Forschenden greifen direkt in die Zielpopulation ein, um Daten zu erheben.
Die richtige Antwort ist b. Mehrere Studien können zusammengefasst werden.
118E3
Wenn nur eines von zwei Blutkultur-Sets positiv ist, welcher der folgenden Erreger wird manchmal als Kontaminant (Teil der normalen Hautflora) und nicht als Krankheitserreger angesehen und daher
möglicherweise nicht behandelt?
a. Candida albicans
b. Escherichia coli
c. Pseudomonas aeruginosa
d. Staphylococcus aureus
e. Staphylococcus epidermidis
Die richtige Antwort ist e. Staphylococcus epidermidis.
118E4
Welche der folgenden Kombinationen aus Risikofaktor und zugehöriger Krankheit ist NICHT korrekt?
a. Rauchen – Blasenkrebs
b. Bewegungsmangel – Darmkrebs
c. Fettleibigkeit nach der Menopause – Brustkrebs
d. Übermäßiger Alkoholkonsum – Speiseröhrenkrebs
e. Übermäßige Aufnahme von Natrium in der Nahrung – Lungenkrebs
Die Antwort ist e. Übermäßige Aufnahme von Natrium in der Nahrung – Lungenkrebs.
118E5
Welche der folgenden körperlichen Veränderungen tritt bei terminalen Krebspatienten in den letzten drei Tagen vor dem Tod typischerweise auf?
a. Wärmendes Gefühl in Händen und Füßen
b. Zunahme der Urinausscheidung
c. Anstieg der Sauerstoffsättigung
d. Radialarterie nicht mehr tastbar
e. Verkürzung der Kapillar-Nachfüllzeit
Die richtige Antwort ist d. Radialarterie nicht mehr tastbar.
118E7
Welche der folgenden Aussagen zur Durchführung einer Nasopharynx-Abstrichentnahme bei einem sitzenden Patienten ist falsch?
a. Persönliche Schutzausrüstung tragen.
b. Seitlich vom Patienten stehen.
c. Den Kopf des Patienten stützen, um Bewegungen zu verhindern.
d. Den Abstrichtupfer von der Nasenhöhle aus nach oben einführen.
e. Die Probe von der hinteren Rachenwand entnehmen.
Die Antwort ist d. Den Abstrichtupfer von der Nasenhöhle aus nach oben einführen.
118E8
Bei einem Patienten unter Standardvorkehrungen: Welche der folgenden Gegenstände können medizinische Fachkräfte ohne das Tragen von Einweghandschuhen handhaben?
a. Die Brille des Patienten
b. Mullbinde, die auf eine Wunde gelegt wurde
c. Eine mit Stuhl verschmutzte Windel
d. Zahnbürste, die für die Mundpflege verwendet wurde
e. Taschentuch mit Sputum daran
Die richtige Antwort ist a. Die Brille des Patienten.
118E9
Welches Symptom tritt häufig in Verbindung mit einem obstruktiven Ikterus auf?
a. Purpura (Blutergüsse)
b. Juckreiz (Pruritus)
c. Schwarzer Stuhlgang
d. Schwindel beim Aufstehen (orthostatischer Schwindel)
e. Sichtbares Blut im Urin (makroskopische Hämaturie)
Die richtige Antwort ist b. Juckreiz (Pruritus).
118E12
Welche der folgenden Aussagen zur Untersuchung des Liquors mittels Lumbalpunktion ist korrekt?
a. Den Patienten in Bauchlage positionieren.
b. Die Punktion unter Verwendung steriler Handschuhe durchführen.
c. Die dickstmögliche Punktionsnadel verwenden.
d. Die Punktion zwischen den Wirbeln L1 und L2 durchführen.
e. Den Patienten anweisen, nach der Liquorentnahme eine bestimmte Zeit lang sitzen zu bleiben.
Die richtige Antwort ist b. Die Punktion unter Verwendung steriler Handschuhe durchführen.
118E13
Welche der folgenden Aussagen beschreibt korrekt das Konzept der gemeinsamen Entscheidungsfindung (Shared Decision-Making, SDM)?
a. Der Arzt erklärt den aus seiner Sicht besten Plan und holt die Zustimmung des Patienten ein.
b. Der Patient wählt aus den vom Arzt bereitgestellten Optionen aus.
c. Arzt und Patient suchen gemeinsam nach der besten Vorgehensweise.
d. Es ist gleichbedeutend mit der Einwilligung nach Aufklärung (Informed Consent).
e. Es ist geeignet, wenn der Krankheitsverlauf des Patienten sicher vorhergesagt werden kann.
Die richtige Antwort ist c. Arzt und Patient suchen gemeinsam nach der besten Vorgehensweise.
118E14
Welche der folgenden Erkrankungen verursacht hauptsächlich einen produktiven (feuchten) Husten?
a. Hustenvariante des Asthma bronchiale
b. Interstitielle Pneumonie
c. Postinfektiöser Husten
d. Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)
e. Sinobronchiales Syndrom
Die richtige Antwort ist e. Sinobronchiales Syndrom.
118E15
Welche der folgenden Handlungen verstößt gegen die berufliche Ethik eines Arztes?
a. Auf die Bitte eines Patienten um eine Zweitmeinung eingehen.
b. Einen anderen Arzt auf unangemessene medizinische Praktiken hinweisen.
c. Zugriff auf die elektronischen Patientenakten eines Patienten nehmen, der nicht mit den eigenen Aufgaben verbunden ist.
d. Informationen über klinische Studien an einen Patienten weitergeben, der für die Teilnahme geeignet ist.
e. Den Zustand und den Behandlungsplan einem Vertreter eines entscheidungsunfähigen Patienten erklären.
Die richtige Antwort ist c. Zugriff auf die elektronischen Patientenakten eines Patienten nehmen, der nicht mit den eigenen Aufgaben verbunden ist.
118E16
Welche der folgenden Befunde ist NICHT verdächtig auf Brustkrebs?
a. Sekretion aus der Brustwarze
b. Eingezogene Brustwarze
c. Grübchenbildung (Dimple-Zeichen)
d. Hautveränderung mit „Orangenhaut“-Aussehen (Peau d’orange)
e. Ein Tumor, der am Musculus pectoralis major fixiert ist
Die richtige Antwort ist a. Sekretion aus der Brustwarze.
118E17
Welche der folgenden Aussagen zur Nierenfunktion ist korrekt?
a. Der renale Blutfluss nimmt mit dem Alter zu.
b. Die Fähigkeit zur Harnkonzentration nimmt mit dem Alter zu.
c. Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) nimmt im zweiten Schwangerschaftstrimester ab.
d. Das Serum-Cystatin-C nimmt ab, wenn die GFR sinkt.
e. Die geschätzte GFR, basierend auf dem Serumkreatinin, wird von der Muskelmasse beeinflusst.
Die richtige Antwort ist e. Die geschätzte GFR, basierend auf dem Serumkreatinin, wird von der Muskelmasse beeinflusst.
118E18
Welche der folgenden Vorgehensweisen ist angemessen, wenn einem Patienten die Diagnose eines fortgeschrittenen Krebses mitgeteilt wird?
a. Keine Familienmitglieder anwesend sein lassen.
b. Die Situation nur einmal erklären.
c. Nicht nach dem Verständnismodell des Patienten fragen.
d. Eine kurze Erklärung geben, unabhängig vom Verständnis des Patienten.
e. Den Patienten fragen, ob er bereit ist, schlechte Nachrichten zu hören.
Die richtige Antwort ist e. Den Patienten fragen, ob er bereit ist, schlechte Nachrichten zu hören.
118E19
Welches der folgenden Symptome ist ein Anzeichen für eine Panikstörung?
a. Amnesie
b. Apathie
c. Ideenflucht
d. Erwartungsangst
e. Flashbacks
Die richtige Antwort ist d. Erwartungsangst (Antizipatorische Angst).
118E20
Welche der folgenden Aussagen zur körperlichen Untersuchung ist korrekt?
a. Die Atemfrequenz wird über 5 Sekunden gemessen.
b. Der Blutdruck wird während eines Gesprächs des Patienten gemessen.
c. Die Messung der Muskelkraft der proximalen Oberarmmuskulatur erfolgt mit einem Handkraftmessgerät.
d. Der zentrale Venendruck (ZVD) wird über die innere Drosselvene im Liegen geschätzt.
e. Eine Unfähigkeit, eine feste Haltung beizubehalten (Asterixis), wird beobachtet, indem der Patient gebeten wird, die Arme horizontal nach vorne zu strecken.
Die richtige Antwort ist e. Eine Unfähigkeit, eine feste Haltung beizubehalten (Asterixis), wird beobachtet, indem der Patient gebeten wird, die Arme horizontal nach vorne zu strecken.
118E21
Die Fotos (A–E) sind abgebildet.
Welches Instrument wird für die Untersuchung des Anus und Rektums verwendet?
a. A
b. B
c. C
d. D
e. E
Die richtige Antwort ist a. A.
118E23
Welche Maßnahme sollte als erstes ergriffen werden, wenn eine Person nach dem Ersticken das Bewusstsein verloren hat und zusammengebrochen ist?
a. Thoraxkompressionen
b. Schläge auf den Rücken
c. Heimlich-Manöver (abdominelle Stöße)
d. Mund-zu-Mund-Beatmung
e. Entfernung eines Fremdkörpers aus der Mundhöhle
Die richtige Antwort ist a. Thoraxkompressionen.
118E25
Welche Kombination aus Schocktyp und Symptom ist falsch?
a. Hämorrhagischer Schock – Tachykardie
b. Kardiogener Schock – Oligurie
c. Neurogener Schock – Bradykardie
d. Septischer Schock – Urtikaria
e. Anaphylaktischer Schock – Kehlkopfödem
Die Antwort ist d. Septischer Schock – Urtikaria.
118E26
Ein 36-jähriger Mann kam in die Klinik, nachdem bei einer routinemäßigen Gesundheitsuntersuchung Bluthochdruck diagnostiziert wurde. Er hat keine Raucheranamnese. Er trinkt gelegentlich Alkohol.
Sein Vater wird wegen Bluthochdrucks behandelt.
Seine Körpergröße beträgt 168 cm. Sein Gewicht beträgt 60 kg. Sein Taillenumfang beträgt 77 cm. Sein Puls beträgt 76 bpm und ist regelmäßig. Sein Blutdruck beträgt 144/78 mmHg.
Urinbefunde: Sein Urinprotein ist negativ. Sein Uringlukosewert ist negativ.
Blutbiochemie: Sein Nüchternglukosewert beträgt 99 mg/dL. Sein Harnsäurewert beträgt 6,8 mg/dL. Sein Gesamtcholesterinwert beträgt 170 mg/dL. Sein Triglyceridwert beträgt 70 mg/dL. Sein HDL-Cholesterinwert beträgt 58 mg/dL.
Im EKG wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Basierend auf dem Gespräch mit dem Ernährungsberater beträgt seine geschätzte tägliche Energieaufnahme 1.900 kcal, und seine Salzaufnahme wird auf 15 g/Tag geschätzt.
Welche Empfehlung ist angemessen?
a. Salzreduktion
b. Alkoholverzicht
c. Gewichtsreduktion
d. Einschränkung der Fettzufuhr
e. Einschränkung der Purinzufuhr
Die richtige Antwort ist a. Salzreduktion.
118E27
Ein 11-jähriger Junge wurde von seinem Lehrer mit Beschwerden über Schmerzen im Unterbauch in die Klinik gebracht. Die Schmerzen traten am Nachmittag plötzlich auf und nahmen allmählich zu, bis
sie unerträglich wurden, was den Besuch erforderlich machte.
Seine Körpertemperatur beträgt 36,8°C. Sein Puls beträgt 108 bpm und ist regelmäßig. Sein Blutdruck beträgt 118/62 mmHg. Seine Atemfrequenz beträgt 18 Atemzüge pro Minute. Seine Sauerstoffsättigung (SpO2) beträgt 99 % (Raumluft).
Seine Herz- und Atemgeräusche sind unauffällig. Sein Bauch ist flach, mit leichter Druckempfindlichkeit im Unterbauch, aber ohne Muskelabwehr oder Loslassschmerz. Die Leber und die Milz sind nicht tastbar. Die Darmgeräusche sind unauffällig. Es sind keine tastbaren Tumore in der Leistenregion vorhanden.
Das linke Skrotum ist im Vergleich zum rechten geschwollen, zeigt keine Transillumination, eine leichte Rötung und eine ausgeprägte Druckempfindlichkeit. Eine farbkodierte Doppler-Sonographie des Skrotums zeigt eine reduzierte Blutfluss-Signalgebung im linken Hodenparenchym.
Was ist die Diagnose?
a. Hodentumor
b. Hydrozele
c. Varikozele
d. Hodentorsion
e. Leistenhernie
Die richtige Antwort ist d. Hodentorsion.
118E28
Ein Rettungswagen brachte einen 28-jährigen Mann in die Notaufnahme. Er wurde bewusstlos auf der Straße gefunden.
In seinem Portemonnaie befand sich eine Notiz mit folgendem Text: "Ich habe eine Thrombozytopenie aufgrund einer aplastischen Anämie. Wenn ich das Bewusstsein verliere, lassen Sie bitte sofort eine CT-Untersuchung durchführen, um eine intrakranielle Blutung auszuschließen. Vielen Dank im Voraus."
Welche Untersuchung sollte als nächstes durchgeführt werden?
a. Kopf-CT
b. Gehirn-MRT
c. Serumalkoholspiegel
d. Serumammoniakspiegel
e. Elektroenzephalogramm
Die richtige Antwort ist a. Kopf-CT.
118E29
Ein 5-jähriger Junge wurde von seinen Eltern in die Klinik gebracht, weil er Fieber und Ohrenschmerzen hatte. Seit zwei Tagen hat er Nasenausfluss. Seit gestern sind rechtsseitige Ohrenschmerzen
und Fieber aufgetreten, was den Besuch erforderlich machte. Seine Körpertemperatur beträgt 37,5 °C. Die Befunde des rechten Trommelfells sind auf dem Bild dargestellt.
Welche Behandlung ist angemessen?
a. Ohrspülung
b. Belüftung der Ohrtrompete
c. Gabe von Antibiotika
d. Tympanoplastik
e. Einsetzen eines Paukenröhrchens
Die richtige Antwort ist c. Gabe von Antibiotika.
118E31
Eine 38-jährige Frau (G3P0) wurde mit starken Bauchschmerzen per Rettungswagen eingeliefert. Ihr Menstruationszyklus ist regelmäßig mit 28 Tagen. Ihre letzte Menstruation war vor 7 Wochen. Heute
bemerkte sie plötzlich starke Schmerzen im Unterbauch und rief den Rettungsdienst. Es liegt keine genitale Blutung vor.
Sie ist bei klarem Bewusstsein. Ihre Körpertemperatur beträgt 37,1 °C. Ihre Herzfrequenz beträgt 116 bpm, regelmäßig. Ihr Blutdruck liegt bei 78/52 mmHg. Ihre Atemfrequenz beträgt 20 Atemzüge pro Minute. SpO2 beträgt 98 % (Raumluft).
Der Bauch ist leicht gebläht, mit Druckschmerz und Loslassschmerz im rechten Unterbauch. Der Schwangerschaftstest ist positiv.
Abdominaler Ultraschall zeigt eine echoarme Flüssigkeitsansammlung in der Morrison-Grube und im Douglas-Raum. Transvaginaler Ultraschall zeigt ein verdicktes, echogenes Endometrium und eine unregelmäßige echoarme Struktur im rechten Adnexbereich.
Welche Maßnahme ist für diese Patientin angemessen?
a. Notfalloperation
b. Hysteroskopie
c. Uterusarterienembolisation
d. Eine Woche Beobachtung
e. Gabe eines Folsäure-Antagonisten
Die richtige Antwort ist a. Notfalloperation.
118E32
Eine 34-jährige Frau stellte sich mit Fieber und Hautausschlag vor. Sie hatte gestern Halsschmerzen, konnte aber ihren Alltag normal bewältigen. Heute entwickelte sie starkes Schüttelfrost,
Fieber von 39,6 °C, Kopfschmerzen, Übelkeit und Gelenkschmerzen. Sie ist bisher gesund gewesen.
Ihr Bewusstsein ist klar. Ihre Körpergröße beträgt 165 cm, ihr Gewicht 60 kg. Ihre Körpertemperatur beträgt 39,8 °C, der Puls 120 bpm, regelmäßig, der Blutdruck 90/58 mmHg, die Atemfrequenz 28 Atemzüge pro Minute, und die Sauerstoffsättigung (SpO2) liegt bei 96 % (Raumluft).
Die Pupillen sind gleich groß, und die Lichtreaktion ist normal. In der Bindehaut der Augen finden sich Petechien und eine Gelbfärbung. Die Mundhöhle ist leicht trocken, aber keine Rötung des Rachens. Es liegt keine Jugularvenenstauung vor. Nackensteifigkeit ist vorhanden. Herz- und Atemgeräusche sind unauffällig. Der Bauch ist flach und weich, mit normalen Darmgeräuschen. Die Leber und Milz sind nicht tastbar. Auf den Handflächen und Fußsohlen finden sich diffuse purpurfarbene Läsionen.
Die bei der Aufnahme entnommene Blutkultur zeigte gramnegative Diplokokken.
Welcher Mikroorganismus ist die wahrscheinlichste Ursache?
a. Escherichia coli
b. Gruppe-A-Streptokokken
c. Moraxella catarrhalis
d. Neisseria gonorrhoeae
e. Neisseria meningitidis
Die richtige Antwort ist e. Neisseria meningitidis.
118E33
Ein 78-jähriger Mann stellte sich mit Schmerzen im Unterbauch und Unfähigkeit zu urinieren als Hauptbeschwerden vor. Er klagte seit drei Monaten über häufiges Wasserlassen. Seit dem Abendessen
vorgestern hat er Erkältungssymptome und nahm ein rezeptfreies Erkältungsmittel ein. Seit gestern Nachmittag konnte er nicht urinieren, und Schmerzen im Unterbauch traten auf, was ihn dazu
veranlasste, die Klinik aufzusuchen.
Seine Körpergröße beträgt 165 cm, sein Gewicht 60 kg. Seine Körpertemperatur beträgt 36,6 °C, sein Puls 84 bpm, regelmäßig, und sein Blutdruck 154/88 mmHg. Im Unterbauch ist eine weiche, elastische Masse tastbar, die druckempfindlich ist. Bei der rektalen Untersuchung ist eine 5 cm große, elastische, feste Prostata tastbar, die nicht druckempfindlich ist.
Welche bildgebende Untersuchung sollte zuerst durchgeführt werden?
a. Becken-MRT
b. Kontrastmittelverstärktes Abdomen-CT
c. Abdominale Ultraschalluntersuchung
d. Abdomen-Röntgenaufnahme
e. Endoskopie des unteren Gastrointestinaltrakts
Die richtige Antwort ist c. Abdominale Ultraschalluntersuchung.
118E34
Eine 28-jährige Erstgebärende (G1P0) wurde in der 18. Schwangerschaftswoche aufgrund von diagnostizierter Hyperglykämie in die Klinik überwiesen. In der 16. Schwangerschaftswoche wurde Glukosurie
festgestellt, und zwei Wochen später zeigte ein zufälliger Blutzuckerwert eine Erhöhung auf 162 mg/dL, was zur Überweisung führte.
Ihre Krankengeschichte ist unauffällig. Sie ist 158 cm groß und wiegt 57 kg (Vor-Schwangerschaftsgewicht: 54 kg). Ihr Blutdruck beträgt 124/62 mmHg. Es wird kein Ödem an den unteren Extremitäten festgestellt.
In der 19. Schwangerschaftswoche wurde ein 75 g oraler Glukosetoleranztest (OGTT) durchgeführt, der folgende Ergebnisse ergab: Nüchternblutzucker 112 mg/dL, 1-Stunden-Blutzucker 218 mg/dL und 2-Stunden-Blutzucker 202 mg/dL.
Die Ultraschalluntersuchung ergab eine Zervixlänge von 4,2 cm, ein geschätztes fetales Gewicht von 190 g (0,0 SD) und ein normales Fruchtwasservolumen.
Welche Maßnahme ist angemessen?
a. Von Bewegungstherapie abraten.
b. Orale blutzuckersenkende Medikamente einleiten.
c. Einen Diätplan von 1.200 kcal/Tag umsetzen.
d. Einen 2-Stunden-Blutzuckerwert nach dem Essen von unter 150 mg/dL anstreben.
e. Den 75 g oralen Glukosetoleranztest 6 Wochen nach der Entbindung wiederholen.
Die richtige Antwort ist e. Den 75 g oralen Glukosetoleranztest 6 Wochen nach der Entbindung wiederholen.
118E35
Eine 88-jährige Frau wurde mit Rückenschmerzen per Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert. Sie war am Morgen zu Hause gestürzt und konnte aufgrund der Rückenschmerzen nicht mehr laufen, was
den Rettungseinsatz erforderlich machte. Sie wird wegen Hypertonie und Demenz behandelt. Ihr Ergebnis auf der überarbeiteten Hasegawa-Demenzskala beträgt 7 von 30 Punkten. Sie hat einen
Pflegegrad von 1 (minimaler Pflegebedarf).
Röntgenaufnahmen der Lendenwirbelsäule zeigten eine Kompressionsfraktur des dritten Lendenwirbels. Sie wurde zur Schmerztherapie und Rehabilitation stationär aufgenommen. Nach einem Monat im Krankenhaus stabilisierte sich ihr Zustand, und es fand ein Gespräch mit ihrem Ehemann über den Entlassungsplan statt.
Welche Erklärung ist ihrem Ehemann gegenüber angemessen?
a. „Wir werden den Inhalt der Besprechung nicht schriftlich festhalten.“
b. „Ein Ehepartner kann nicht als stellvertretender Entscheidungsträger fungieren.“
c. „Da die Patientin an Demenz leidet, ist ihre Teilnahme nicht erforderlich.“
d. „Entscheidungen, die während der Besprechung getroffen werden, können später geändert werden.“
e. „Es ist nicht notwendig, den Inhalt der Besprechung dem Case Manager mitzuteilen.“
Die richtige Antwort ist d. („Entscheidungen, die während der Besprechung getroffen werden, können später geändert werden.“).
118E37
Eine 80-jährige Frau erhielt vor einem Monat in einem Krankenhaus in der Nähe ihres Wohnorts die Diagnose Lungenkrebs mit multiplen Knochenmetastasen. Auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin lehnte
sie aggressive Behandlungen, einschließlich medikamentöser Krebstherapie, ab und erhält nun eine häusliche Betreuung durch Besuchsdienste. Sie kann selbstständig zur Toilette gehen, verbringt
aber den Großteil des Tages im Bett. Seit dem Tod ihres Mannes im Alter von 65 Jahren lebt sie allein. Ihr Sohn lebt weit entfernt und besucht sie nur selten. Ihr Gesichtsausdruck wirkt
angespannt, und sie spricht selten mit den Mitarbeitern des Besuchsdienstes.
Eines Tages äußerte sie gegenüber ihrem Arzt während eines Hausbesuchs: „Ich möchte, dass alles ein Ende hat.“
Was ist die angemessenste erste Antwort des Arztes auf diese Aussage?
a. „Lassen Sie uns über eine Einweisung in eine Palliativstation nachdenken.“
b. „Ich werde sofort ein Medikament vorbereiten, damit Sie friedlich sterben können.“
c. „Bitte sagen Sie mir, welches körperliche Symptom Sie im Moment am meisten belastet.“
d. „Es tut mir leid, das zu hören. Könnten Sie mir mehr darüber erzählen, wie Sie sich fühlen?“
e. „Sagen Sie so etwas nicht. Versuchen Sie, noch ein bisschen durchzuhalten.“
Die richtige Antwort ist d. („Es tut mir leid, das zu hören. Könnten Sie mir mehr darüber erzählen, wie Sie sich fühlen?“).
118E39
Eine 72-jährige Frau stellte sich mit Gehschwierigkeiten vor. Sie leidet seit 10 Jahren an Verstopfung und bemerkte vor 5 Jahren eine Verschlechterung ihres Geruchssinns. Vor 2 Jahren begann sie,
Schwierigkeiten beim Umrühren von Speisen mit der rechten Hand während des Kochens zu haben. Ihre Symptome haben sich allmählich verschlechtert, und seit drei Monaten ist ihr Gang instabil, was
sie dazu veranlasste, die Klinik aufzusuchen.
Die Augenbewegungen sind normal. Sie zeigt einen maskenhaften Gesichtsausdruck und Dysarthrie mit leiser und schneller Sprache. In den Extremitäten zeigt sich eine mäßige Rigor und Ruhetremor, insbesondere im rechten Arm, aber keine Muskelschwäche. Der Romberg-Test ist negativ, und es gibt keine Sensibilitätsstörungen. Es besteht keine Spastik, und die Sehnenreflexe sind normal. Sie kann eigenständig aufstehen, zeigt jedoch eine Beeinträchtigung der posturalen Reflexe. Eine MRT des Kopfes zeigt keine Auffälligkeiten, jedoch zeigt eine Dopamintransporter-SPECT eine verminderte Aufnahme im linken Striatum.
Welche Art von Gangstörung zeigt diese Patientin?
a. Steppergang
b. Trippelgang
c. Watschelgang
d. Scherengang
e. Magnetgang
Die richtige Antwort ist b. Trippelgang, der typisch für Morbus Parkinson oder parkinsonsche Syndrome ist.
118E41-42
Eine 48-jährige Frau wurde aufgrund plötzlicher Kopfschmerzen mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.
Anamnese der aktuellen Erkrankung:
Heute Abend um 20 Uhr, während des Abendessens, entwickelte sie plötzlich starke Kopfschmerzen und Erbrechen. Ihr Ehemann, der mit ihr zusammenlebt, bemerkte die Veränderung und rief den
Rettungsdienst.
Vorgeschichte:
Bei einer Gesundheitsuntersuchung wurde bei ihr Bluthochdruck diagnostiziert, den sie jedoch unbehandelt ließ.
Lebensstil:
Sie lebt mit ihrem Ehemann zusammen. Sie raucht seit ihrem 20. Lebensjahr 10 Zigaretten pro Tag. Sie trinkt gelegentlich Alkohol.
Familienanamnese:
Keine besonderen Auffälligkeiten.
Aktueller Zustand:
Die Patientin wirkt lethargisch. Sie öffnet die Augen nicht spontan, tut dies aber auf Ansprache. Sie stöhnt bei schmerzhaften Reizen, spricht jedoch nicht. Auf schmerzhafte Reize reagiert sie,
indem sie mit den oberen und unteren Extremitäten versucht, die Schmerzquelle wegzustoßen.
Ihre Körpergröße beträgt 150 cm, ihr Gewicht 70 kg, ihre Temperatur 36,4 °C, ihre Herzfrequenz 120 bpm (regelmäßig), ihr Blutdruck 200/106 mmHg, ihre Atemfrequenz 18/min, und ihre
Sauerstoffsättigung liegt bei 100 % unter 10 L/min Sauerstoffzufuhr über eine Reservoirmaske.
Ihre Pupillen sind auf beiden Seiten 5,0 mm groß, mit trägen Lichtreaktionen beidseits. Es gibt keine Halsvenenstauung. Schilddrüse und zervikale Lymphknoten sind nicht tastbar. Herz- und Atemgeräusche sind unauffällig. Der Bauch ist flach, weich, und Leber sowie Milz sind nicht tastbar. Es gibt keine Ödeme an den Unterschenkeln.
Laborbefunde:
Der Blutzucker, gemessen mit einem tragbaren Gerät, beträgt 128 mg/dL.
Wie lautet der Glasgow Coma Scale (GCS) dieser Patientin?
a. E4 V5 M5
b. E4 V4 M5
c. E3 V4 M4
d. E3 V2 M5
e. E3 V2 M4
Welche Untersuchung sollte als Erstes durchgeführt werden?
a. Elektroenzephalogramm (EEG)
b. Schädel-CT ohne Kontrastmittel
c. Untersuchung des Liquor cerebrospinalis
d. Schädel-MRT ohne Kontrastmittel
e. Hirn-Single-Photon-Emissions-CT (SPECT)
Die richtige Antwort ist d. E3 V2 M5.
Die richtige Antwort ist b. Schädel-CT ohne Kontrastmittel.
Ein Schädel-CT ohne Kontrastmittel ist der Goldstandard zum Nachweis von akuten Blutungen im Gehirn. Es kann Blutungen im Subarachnoidalraum, in den Ventrikeln oder im Parenchym mit hoher Sensitivität nachweisen.
EEG dient zur Beurteilung von Anfällen oder Enzephalopathien, ist jedoch nicht die erste Untersuchung bei akuten Kopfschmerzen mit neurologischen Symptomen.
Untersuchung des Liquors (CSF) kann eine SAB bestätigen, indem Blut im Liquor nachgewiesen wird, wird jedoch nur durchgeführt, wenn das CT-Ergebnis unklar ist.
MRT ohne Kontrastmittel eignet sich zur Identifizierung von Ischämien oder strukturellen Anomalien, ist jedoch weniger sensitiv und langsamer als CT bei der Erkennung akuter Blutungen.
Hirn-SPECT wird hauptsächlich zur Beurteilung von Perfusions- oder Funktionsanomalien verwendet und ist nicht für eine akute Notfalluntersuchung geeignet.
118E43-44
Eine 23-jährige Frau wurde von ihrer Mutter, die sich Sorgen über ihr kürzlich ungewöhnliches Verhalten machte, in eine psychiatrische Klinik gebracht.
Anamnese der aktuellen Erkrankung:
Vor sechs Monaten fühlte sie sich niedergeschlagen und suchte eine nahegelegene internistische Praxis auf, wo ihr Antidepressiva verschrieben wurden. Vor einem Monat begann sie,
nach langen Arbeitszeiten spätabends mit Freunden auszugehen und nach ihrer Rückkehr bis zum Morgengrauen zu telefonieren. Obwohl sie weiterhin täglich zur Arbeit ging, hatte sie
wiederholt Konflikte mit Kunden. Sie nahm die verschriebenen Antidepressiva wie vorgeschrieben ein.
Vorerkrankungen:
Keine besonderen Auffälligkeiten.
Lebensstil:
Sie lebt mit ihren Eltern zusammen. Nach ihrem Universitätsabschluss begann sie eine Arbeit in einem Unternehmen. Sie hat nie geraucht. Sie trinkt gelegentlich Alkohol.
Familienanamnese:
Keine besonderen Auffälligkeiten.
Aktuelle Symptome:
Die Patientin ist wach und ansprechbar, spricht übermäßig viel und wirkt in gehobener Stimmung. Ihre Vitalzeichen sind wie folgt:
Die Patientin ist 160 cm groß, wiegt 53 kg, hat eine Körpertemperatur von 36,2 °C, eine Herzfrequenz von 76 bpm (regelmäßig), einen Blutdruck von 114/66 mmHg, eine Atemfrequenz
von 15/min und eine SpO2 von 99 % bei Raumluft.
Die neurologische Untersuchung zeigt keine Auffälligkeiten.
Welches Symptom wird bei der psychiatrischen Konsultation beobachtet?
a. Visuelle Halluzinationen
b. Depersonalisation
c. Hyperakusis
d. Depressive Stimmung
e. Vermindertes Schlafbedürfnis
Welche Erklärung ist für diese Patientin angemessen?
a. „Sie sollten einen Jobwechsel in Betracht ziehen.“
b. „Wir sollten möglicherweise Ihre Medikation ändern.“
c. „Das muss nicht als psychische Erkrankung betrachtet werden.“
d. „Lassen Sie uns abwarten und beobachten, wie sich die Situation entwickelt.“
e. „Nutzen Sie Ihre Energie, um unerledigte Arbeiten abzuschließen.“
Die richtige Antwort ist e. Vermindertes Schlafbedürfnis.
Die richtige Antwort ist b. („Wir sollten möglicherweise Ihre Medikation ändern.“).
118E45-46
Ein 68-jähriger Mann stellte sich mit Gehstörungen vor.
Anamnese der aktuellen Erkrankung:
Seit zwei Jahren bemerkt die Familie des Patienten, dass sein Gang an jemanden erinnert, der betrunken ist. Zur gleichen Zeit begann er, sich beim Gehen unsicher zu fühlen, was dazu führte, dass
er mit gespreizten Beinen ging. Seine Unsicherheit ist bei Dunkelheit und Helligkeit gleich. Er kann von einem Stuhl aufstehen, hatte jedoch vor sechs Monaten beim Aufstehen eine
Beinahe-Sturzepisode. Er kann Treppen steigen, benutzt jedoch ein Geländer, um sicher hinabzusteigen. Das Schreiben fällt ihm schwer, und er kann keine geraden Linien mehr ziehen. Er kann
Essstäbchen halten und eine Schale tragen, hat jedoch Schwierigkeiten, die Essstäbchen genau zum Mund zu führen. Seine Sprache wurde allmählich undeutlich und ähnelt der eines Betrunkenen. Seine
Gehstörungen haben sich verschlechtert, und vor zwei Monaten stürzte er bei einer Richtungsänderung. Er hat keine Taubheit oder Empfindungsstörungen in den Gliedmaßen. Er suchte aufgrund der
allmählichen Verschlechterung seiner Symptome medizinische Hilfe.
Vorerkrankungen:
Keine besonderen Auffälligkeiten
Lebensstil:
Keine Raucher- oder Alkoholkonsumgeschichte
Familienanamnese:
Keine besonderen Auffälligkeiten
Aktuelle Symptome:
Der Patient ist wach und orientiert. Er ist 168 cm groß und wiegt 60 kg. Seine Temperatur beträgt 36,1°C, der Puls 64 bpm (regelmäßig) und der Blutdruck 128/68 mmHg Herz- und Atemgeräusche sind
normal. Der Bauch ist flach, weich und ohne tastbare Leber oder Milz.
Laborbefunde:
Die Urinuntersuchung zeigt keine Protein- oder Glukoseanomalien. Die Hämatologieergebnisse umfassen RBC 5,10 Millionen, Hb 14,2 g/dL, WBC 8.300 und Thrombozyten 200.000. Die Blutchemie zeigt
Gesamtprotein 7,8 g/dL, Gesamtbilirubin 0,8 mg/dL, AST 26 U/L, ALT 20 U/L, LDH 180 U/L (Referenzbereich 124–222), γ-GT 45 U/L (Referenzbereich 13–64), CK 70 U/L (Referenzbereich 59–248), BUN 19
mg/dL, Kreatinin 0,8 mg/dL, Glukose 92 mg/dL, HbA1c 5,0% (Referenzbereich 4,9–6,0), Gesamtcholesterin 152 mg/dL, Triglyceride 50 mg/dL, Natrium 140 mEq/L und Kalium 4,0 mEq/L. Das EKG zeigt keine
Auffälligkeiten. Röntgenaufnahmen von Brustkorb, Bauch und Halswirbelsäule sind unauffällig.
Welche Erkrankung zeigt der Patient?
a. Spastik
b. Apraxie
c. Ataxie
d. Lähmung
e. Unwillkürliche Bewegungen
Welcher Befund wäre bei der neurologischen Untersuchung zu erwarten?
a. Positives Gowers-Zeichen
b. Positives Romberg-Zeichen
c. Positiver Chaddock-Reflex
d. Schlechte Ausführung des Finger-Nase-Tests
e. Schwierigkeit, eine feste Haltung zu bewahren (Asterixis)
Die richtige Antwort ist c. Ataxie.
Die richtige Antwort ist d. Schlechte Ausführung des Finger-Nase-Tests.
118E47-48
Eine 19-jährige Frau stellte sich mit Atemnot vor.
Anamnese der aktuellen Erkrankung:
Seit einer Woche hatte sie Symptome einer oberen Atemwegsinfektion. Vor drei Tagen entwickelte sie Atemnot, begleitet von Giemen, was sie veranlasste, die Notaufnahme aufzusuchen.
Vorerkrankungen:
Sie hatte im Kindesalter Bronchialasthma.
Lebensstil:
Sie raucht nicht und hat keine Haustiere. Sie nimmt keine regelmäßigen Medikamente ein.
Familienanamnese:
Ihre Mutter und ihr jüngerer Bruder haben Bronchialasthma.
Aktuelle Symptome:
Die Patientin ist wach und orientiert. Sie ist 162 cm groß und wiegt 56 kg. Ihre Körpertemperatur beträgt 36,2°C, der Puls liegt bei 92 bpm (regelmäßig), der Blutdruck bei 100/80 mmHg und die
Atemfrequenz bei 24/min. Die SpO2 beträgt 96 % unter Raumluft. Es gibt keine Halsvenenstauung. Herzgeräusche sind unauffällig. Über beiden Lungenfeldern sind während der Exspiration Giemen
hörbar. Es gibt keine Beinödeme.
Laborbefunde:
Die Blutuntersuchung zeigt RBC 4,68 Millionen, Hb 13,9 g/dL, Ht 42 %, WBC 8.300 (Neutrophile 55 %, Eosinophile 16 %, Monozyten 6 %, Lymphozyten 23 %) und Thrombozyten 220.000. Biochemische
Befunde zeigen Gesamtbilirubin 0,8 mg/dL, AST 20 U/L, ALT 16 U/L, LDH 180 U/L (Referenzbereich 124–222), BUN 14 mg/dL, Kreatinin 0,8 mg/dL, Na 138 mEq/L, K 4,0 mEq/L und Cl 98 mEq/L. Eine
Röntgenaufnahme des Thorax zeigt keine Auffälligkeiten.
Was trifft auf die Atemnot der Patientin zu?
a. Sie verschlechtert sich im Sitzen.
b. Sie verschlechtert sich nach dem Essen.
c. Sie verschlechtert sich am Abend.
d. Sie verschlechtert sich in der linken Seitenlage.
e. Sie verschlechtert sich in der Nacht bis zum frühen Morgen.
Welches Medikament sollte bei der ambulanten Nachsorge am nächsten Tag nach der Stabilisierung in der Notaufnahme verschrieben werden?
a. Diuretika
b. Antihistaminika
c. Makrolid-Antibiotika
d. Inhalative langwirksame Anticholinergika
e. Kombination aus inhalativen Kortikosteroiden und langwirksamen β2-Agonisten
Die richtige Antwort ist e. Sie verschlechtert sich in der Nacht bis zum frühen Morgen.
Die richtige Antwort ist e. Kombination aus inhalativen Kortikosteroiden und langwirksamen β2-Agonisten.
118E49-50
Ein 42-jähriger Mann stellte sich mit Schmerzen im rechten Sprunggelenk vor.
Anamnese der aktuellen Erkrankung:
Seit gestern Abend verspürt er ein Unbehagen im rechten Sprunggelenk. In der Nacht traten Schmerzen und Schwellungen an derselben Stelle auf. Heute Morgen verschlimmerten sich die Symptome rasch,
was zu Gehproblemen führte und ihn veranlasste, die Notaufnahme aufzusuchen. In den letzten zwei Jahren hatte er wiederholt Episoden von Schwellungen und Schmerzen an der Basis des rechten großen
Zehs, die innerhalb weniger Tage abklangen.
Vorerkrankungen:
Seit drei Jahren wird er in einer örtlichen Klinik wegen Bluthochdrucks und Diabetes behandelt.
Lebensstil:
Er rauchte von seinem 20. bis 30. Lebensjahr 20 Zigaretten pro Tag. Er trinkt täglich 500 ml Bier.
Familienanamnese:
Seine Schwester hat rheumatoide Arthritis.
Aktuelle Symptome:
Der Patient ist 160 cm groß und wiegt 76 kg. Seine Körpertemperatur beträgt 37,2 °C, der Puls liegt bei 92 bpm (regelmäßig), der Blutdruck bei 160/88 mmHg und die Atemfrequenz bei 16/min. Es
werden keine Auffälligkeiten im Kopf- und Halsbereich beobachtet. Herz- und Lungengeräusche sind normal. Der Bauch ist flach und weich, ohne tastbare Leber oder Milz. Es gibt keinen
Hautausschlag. Das rechte Sprunggelenk ist sichtbar geschwollen, mit ausgeprägter Druckempfindlichkeit und Wärme. Aufgrund der Schmerzen kann er das Gelenk nicht bewegen.
Laborbefunde:
Urin: Protein (-), Glukose (+++), Ketonkörper (+), okkultes Blut (-)
Blut: Erythrozyten 4,72 Millionen, Hb 14,0 g/dL, Ht 43 %, Leukozyten 12.300, Thrombozyten 210.000
Biochemie: Gesamtprotein 7,5 g/dL, Albumin 3,9 g/dL, AST 48 U/L, ALT 62 U/L, LDH 246 U/L (Referenzbereich 124–222), γ-GT 120 U/L (Referenzbereich 13–64), BUN 12 mg/dL, Kreatinin 0,6 mg/dL,
Harnsäure 7,9 mg/dL, Glukose 328 mg/dL, HbA1c 9,2 % (Referenzbereich 4,9–6,0)
CRP: 10 mg/dL
Gelenkpunktion: Die Gelenkflüssigkeit erscheint gelb und trüb. Die Gramfärbung zeigt keine Bakterien, jedoch werden nadelförmige Kristalle, die von Leukozyten phagozytiert wurden, beobachtet.
Was ist die Diagnose?
a. Gicht
b. Pseudogicht
c. Spondyloarthritis
d. Rheumatoide Arthritis
e. Arthrose
Was sollte zuerst verabreicht werden?
a. NSAR
b. Opioid-Analgetika
c. Harnsäuresynthesehemmer
d. Glukokortikoide
e. Krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs)
Die richtige Antwort ist a. Gicht.
Die richtige Antwort ist a. NSAR.