118E (2024)

118E1
Welche Körperstellen sind besonders anfällig für das Entstehen von Dekubitus?
a. Ohrmuschel
b. Handflächen
c. Bauchnabel
d. Äußere Genitalien
e. Fersen

 

Die richtige Antwort ist e. Fersen.

  • Druckgeschwüre (auch Dekubitus genannt) treten häufig an Körperstellen auf, an denen längerer Druck auf knöcherne Vorsprünge ausgeübt wird.

118E2
Welche der folgenden Aussagen trifft auf die Metaanalyse zu?
a. Das Evidenzniveau ist niedrig.
b. Mehrere Studien können zusammengefasst werden.
c. Publikationsbias muss nicht berücksichtigt werden.
d. Sie ist gleichbedeutend mit randomisierten kontrollierten Studien (RCTs).
e. Die Forschenden greifen direkt in die Zielpopulation ein, um Daten zu erheben.

 

Die richtige Antwort ist b. Mehrere Studien können zusammengefasst werden.

  • Die Metaanalyse ist eine statistische Methode, die dazu dient, die Ergebnisse mehrerer unabhängiger Studien zu einem bestimmten Thema zu kombinieren und zusammenzufassen. Durch die Aggregation von Daten kann die Metaanalyse die statistische Aussagekraft erhöhen, Muster erkennen und robustere Schlussfolgerungen liefern als einzelne Studien.
  • Metaanalysen gehören zu den höchsten Evidenzstufen in der evidenzbasierten Medizin, insbesondere wenn sie auf qualitativ hochwertigen randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) basieren.
  • Der Publikationsbias (die Tendenz, dass Studien mit positiven Ergebnissen häufiger veröffentlicht werden als solche mit negativen oder neutralen Ergebnissen) ist ein wichtiger Aspekt in der Metaanalyse. Er muss untersucht und berücksichtigt werden, z. B. durch Funnel-Plots oder statistische Tests.
  • Eine Metaanalyse ist eine Methode zur Analyse und Kombination von Daten aus mehreren Studien, einschließlich randomisierter kontrollierter Studien (RCTs). Obwohl RCTs in eine Metaanalyse einbezogen werden können, sind die beiden Begriffe nicht gleichbedeutend.
  • Eine Metaanalyse verwendet vorhandene Daten aus früheren Studien und beinhaltet keine direkte Interaktion mit Studienteilnehmenden oder neue Datenerhebungen.

118E3
Wenn nur eines von zwei Blutkultur-Sets positiv ist, welcher der folgenden Erreger wird manchmal als Kontaminant (Teil der normalen Hautflora) und nicht als Krankheitserreger angesehen und daher möglicherweise nicht behandelt?
a. Candida albicans
b. Escherichia coli
c. Pseudomonas aeruginosa
d. Staphylococcus aureus
e. Staphylococcus epidermidis

 

Die richtige Antwort ist e. Staphylococcus epidermidis.

  • Staphylococcus epidermidis ist ein häufiger Kontaminant, bedingt durch seine Präsenz auf der Haut und auf medizinischen Geräten. In bestimmten Fällen (z. B. bei immungeschwächten Patienten oder solchen mit implantierten Geräten) kann S. epidermidis jedoch auch ein echter Krankheitserreger sein, sodass die klinische Situation berücksichtigt werden muss, um seine Bedeutung zu bestimmen.

118E4
Welche der folgenden Kombinationen aus Risikofaktor und zugehöriger Krankheit ist NICHT korrekt?
a. Rauchen – Blasenkrebs
b. Bewegungsmangel – Darmkrebs
c. Fettleibigkeit nach der Menopause – Brustkrebs
d. Übermäßiger Alkoholkonsum – Speiseröhrenkrebs
e. Übermäßige Aufnahme von Natrium in der Nahrung – Lungenkrebs

 

Die Antwort ist e. Übermäßige Aufnahme von Natrium in der Nahrung – Lungenkrebs.

  • Übermäßiger Natriumkonsum wird mit Krankheiten wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magenkrebs in Verbindung gebracht, jedoch nicht mit Lungenkrebs.
  • Karzinogene aus dem Tabakrauch werden über den Urin ausgeschieden und stehen in längerem Kontakt mit der Blasenschleimhaut, was das Krebsrisiko erhöht.
  • Bewegungsmangel kann zu Übergewicht, Insulinresistenz und chronischen Entzündungen führen, die das Risiko für kolorektale Karzinome erhöhen.
  • Ein höherer Fettanteil im Körper führt zu einer erhöhten Produktion von Östrogen, das das Wachstum von hormonsensitiven Brustkrebsarten fördern kann.
  • Alkohol kann die Schleimhaut der Speiseröhre reizen und schädigen, was die Anfälligkeit für Krebs erhöht.

118E5
Welche der folgenden körperlichen Veränderungen tritt bei terminalen Krebspatienten in den letzten drei Tagen vor dem Tod typischerweise auf?
a. Wärmendes Gefühl in Händen und Füßen
b. Zunahme der Urinausscheidung
c. Anstieg der Sauerstoffsättigung
d. Radialarterie nicht mehr tastbar
e. Verkürzung der Kapillar-Nachfüllzeit

 

Die richtige Antwort ist d. Radialarterie nicht mehr tastbar.

  • Das Nicht-mehr-Tastbarsein der Radialarterie spiegelt die physiologischen Veränderungen wider, die mit der abnehmenden Durchblutung und dem nahenden Tod einhergehen.
  • In den letzten Lebensphasen führt die reduzierte Durchblutung typischerweise dazu, dass Hände und Füße kalt und feucht werden, nicht warm.
  • Die Nierenfunktion nimmt häufig deutlich ab, wenn der Körper zu versagen beginnt, was in den letzten Tagen zu einer reduzierten oder fehlenden Urinausscheidung führt.
  • Die Sauerstoffsättigung nimmt in der Regel ab, da die Atemfunktion während des Sterbeprozesses nachlässt.
  • Die Kapillar-Nachfüllzeit verlängert sich normalerweise aufgrund der verminderten Durchblutung und des Kreislaufversagens.

118E7
Welche der folgenden Aussagen zur Durchführung einer Nasopharynx-Abstrichentnahme bei einem sitzenden Patienten ist falsch?

a. Persönliche Schutzausrüstung tragen.
b. Seitlich vom Patienten stehen.
c. Den Kopf des Patienten stützen, um Bewegungen zu verhindern.
d. Den Abstrichtupfer von der Nasenhöhle aus nach oben einführen.
e. Die Probe von der hinteren Rachenwand entnehmen.

 

Die Antwort ist d. Den Abstrichtupfer von der Nasenhöhle aus nach oben einführen.

  • Die korrekte Methode besteht darin, den Tupfer horizontal und vorsichtig entlang des Nasenbodens in Richtung Nasopharynx einzuführen, nicht nach oben. Dies entspricht der Anatomie der Nase und vermeidet Unannehmlichkeiten, während eine genaue Probe aus dem Nasopharynx entnommen wird.
  • Das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ist entscheidend, um die medizinische Fachkraft vor einer möglichen Exposition gegenüber infektiösen Erregern während des Verfahrens zu schützen.
  • Seitlich vom Patienten zu stehen, minimiert das Risiko, direkt mit Atemtröpfchen in Kontakt zu kommen, falls der Patient hustet oder niest.
  • Die Stabilisierung des Kopfes des Patienten ist wichtig, um eine genaue Platzierung des Tupfers zu gewährleisten und Verletzungen durch plötzliche Bewegungen zu vermeiden.
  • Das Ziel des Verfahrens ist es, eine Probe aus dem hinteren Nasopharynx zu entnehmen, da dort die höchste Konzentration von Atemwegserregern zu finden ist.

118E8
Bei einem Patienten unter Standardvorkehrungen: Welche der folgenden Gegenstände können medizinische Fachkräfte ohne das Tragen von Einweghandschuhen handhaben?

a. Die Brille des Patienten
b. Mullbinde, die auf eine Wunde gelegt wurde
c. Eine mit Stuhl verschmutzte Windel
d. Zahnbürste, die für die Mundpflege verwendet wurde
e. Taschentuch mit Sputum daran

 

Die richtige Antwort ist a. Die Brille des Patienten.

  • Nur Gegenstände, die frei von infektiösem Material sind, wie z. B. eine Brille, können ohne Handschuhe im Rahmen der Standardvorkehrungen gehandhabt werden. Für alle anderen Gegenstände, die mit Körperflüssigkeiten oder Sekreten in Kontakt kommen könnten, sind Handschuhe erforderlich, um die Sicherheit zu gewährleisten.

118E9
Welches Symptom tritt häufig in Verbindung mit einem obstruktiven Ikterus auf?

a. Purpura (Blutergüsse)
b. Juckreiz (Pruritus)
c. Schwarzer Stuhlgang
d. Schwindel beim Aufstehen (orthostatischer Schwindel)
e. Sichtbares Blut im Urin (makroskopische Hämaturie)

 

Die richtige Antwort ist b. Juckreiz (Pruritus).

  • Juckreiz ist ein typisches Symptom des obstruktiven Ikterus, verursacht durch die Ansammlung von Gallensalzen im Blut.
  • Purpura (Blutergüsse) tritt häufiger bei Erkrankungen auf, die die Blutgerinnung oder die Funktion der Blutplättchen beeinträchtigen, wie Koagulopathien oder Thrombozytopenie.
  • Schwarzer Stuhlgang (Meläna) weist auf Blutungen im oberen Verdauungstrakt hin. Obstruktiver Ikterus führt oft zu hellen, lehmfarbenen Stühlen, da die Galle nicht in den Darm ausgeschieden wird.
  • Orthostatischer Schwindel ist in der Regel mit Dehydration, Anämie oder einer autonomen Dysfunktion verbunden.
  • Makroskopische Hämaturie tritt bei Erkrankungen des Harntrakts auf, wie Infektionen, Steinen oder Tumoren.

118E12
Welche der folgenden Aussagen zur Untersuchung des Liquors mittels Lumbalpunktion ist korrekt?

a. Den Patienten in Bauchlage positionieren.
b. Die Punktion unter Verwendung steriler Handschuhe durchführen.
c. Die dickstmögliche Punktionsnadel verwenden.
d. Die Punktion zwischen den Wirbeln L1 und L2 durchführen.
e. Den Patienten anweisen, nach der Liquorentnahme eine bestimmte Zeit lang sitzen zu bleiben.

 

Die richtige Antwort ist b. Die Punktion unter Verwendung steriler Handschuhe durchführen.

  • Die Sterilität ist ein wesentlicher Bestandteil der Lumbalpunktion, um das Risiko einer Infektion des Liquors (Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit) zu minimieren.
  • Der Patient wird normalerweise in der Seitenlage (mit angezogenen Knien) oder in einer sitzenden, nach vorne gebeugten Position gelagert.
  • Die dünnste geeignete Nadel sollte verwendet werden, um das Gewebe möglichst wenig zu verletzen und das Risiko von Komplikationen wie Kopfschmerzen nach der Punktion zu verringern.
  • Die Punktion wird normalerweise zwischen den Wirbelräumen L3-L4 oder L4-L5 durchgeführt, um Schäden am Rückenmark zu vermeiden, das bei den meisten Erwachsenen auf Höhe von L1-L2 endet.
  • Nach der Punktion wird der Patient in der Regel angewiesen, sich flach hinzulegen, um das Risiko von Kopfschmerzen nach der Punktion zu verringern.

118E13
Welche der folgenden Aussagen beschreibt korrekt das Konzept der gemeinsamen Entscheidungsfindung (Shared Decision-Making, SDM)?

a. Der Arzt erklärt den aus seiner Sicht besten Plan und holt die Zustimmung des Patienten ein.
b. Der Patient wählt aus den vom Arzt bereitgestellten Optionen aus.
c. Arzt und Patient suchen gemeinsam nach der besten Vorgehensweise.
d. Es ist gleichbedeutend mit der Einwilligung nach Aufklärung (Informed Consent).
e. Es ist geeignet, wenn der Krankheitsverlauf des Patienten sicher vorhergesagt werden kann.

 

Die richtige Antwort ist c. Arzt und Patient suchen gemeinsam nach der besten Vorgehensweise.

  • Die gemeinsame Entscheidungsfindung (Shared Decision-Making, SDM) ist ein kollaborativer Prozess, bei dem sowohl der Arzt als auch der Patient aktiv an den Entscheidungen über die Behandlung beteiligt sind.
  • Die Einwilligung nach Aufklärung stellt sicher, dass der Patient eine vorgeschlagene Behandlung versteht und ihr zustimmt, während SDM eine partnerschaftliche Entscheidungsfindung betont.
  • SDM ist besonders wertvoll in Situationen, in denen es mehrere Behandlungsoptionen mit unterschiedlichen Risiken und Nutzen gibt oder wenn die Ergebnisse unsicher sind.

118E14
Welche der folgenden Erkrankungen verursacht hauptsächlich einen produktiven (feuchten) Husten?

a. Hustenvariante des Asthma bronchiale
b. Interstitielle Pneumonie
c. Postinfektiöser Husten
d. Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)
e. Sinobronchiales Syndrom

 

Die richtige Antwort ist e. Sinobronchiales Syndrom.

  • Das sinobronchiale Syndrom führt zu einer Schleimproduktion in den Nebenhöhlen und Bronchien, was einen produktiven Husten verursacht.
  • Die anderen aufgeführten Erkrankungen verursachen in der Regel trockenen Husten oder sind nicht mit einer Schleimproduktion verbunden.

118E15
Welche der folgenden Handlungen verstößt gegen die berufliche Ethik eines Arztes?

a. Auf die Bitte eines Patienten um eine Zweitmeinung eingehen.
b. Einen anderen Arzt auf unangemessene medizinische Praktiken hinweisen.
c. Zugriff auf die elektronischen Patientenakten eines Patienten nehmen, der nicht mit den eigenen Aufgaben verbunden ist.
d. Informationen über klinische Studien an einen Patienten weitergeben, der für die Teilnahme geeignet ist.
e. Den Zustand und den Behandlungsplan einem Vertreter eines entscheidungsunfähigen Patienten erklären.

 

Die richtige Antwort ist c. Zugriff auf die elektronischen Patientenakten eines Patienten nehmen, der nicht mit den eigenen Aufgaben verbunden ist.

  • Der Zugriff auf die Patientenakten ohne einen legitimen beruflichen Grund verstößt sowohl gegen die Vertraulichkeitspflicht als auch gegen die ethischen Grundsätze der medizinischen Praxis.
  • Die Unterstützung der Bitte eines Patienten um eine Zweitmeinung ist ethisch vertretbar und wird empfohlen. Sie respektiert die Autonomie des Patienten und sein Recht, informierte Entscheidungen über seine Behandlung zu treffen.
  • Es ist eine ethische Verantwortung von Ärzten, unangemessene oder schädliche medizinische Praktiken anzusprechen und zu korrigieren, um die Patientensicherheit zu gewährleisten und professionelle Standards aufrechtzuerhalten.
  • Die Weitergabe von Informationen über klinische Studien an geeignete Patienten ist ethisch, solange dies transparent, mit informierter Zustimmung und ohne Zwang geschieht. Dies gibt den Patienten die Möglichkeit, alle verfügbaren Behandlungsoptionen zu prüfen.
  • Es ist ethisch und notwendig, mit einem Bevollmächtigten oder Vertreter zu kommunizieren, wenn ein Patient nicht entscheidungsfähig ist, um sicherzustellen, dass die Behandlung im besten Interesse des Patienten oder im Einklang mit dessen zuvor geäußerten Wünschen erfolgt.

118E16
Welche der folgenden Befunde ist NICHT verdächtig auf Brustkrebs?

a. Sekretion aus der Brustwarze
b. Eingezogene Brustwarze
c. Grübchenbildung (Dimple-Zeichen)
d. Hautveränderung mit „Orangenhaut“-Aussehen (Peau d’orange)
e. Ein Tumor, der am Musculus pectoralis major fixiert ist

 

Die richtige Antwort ist a. Sekretion aus der Brustwarze.

  • Ein Ausfluss aus der Brustwarze kann zwar bei Brustkrebs auftreten, ist jedoch kein spezifisches oder eindeutiges Zeichen und wird häufiger mit gutartigen Zuständen in Verbindung gebracht.
  • Die anderen Befunde, wie Brustwarzeneinziehung, Grübchenbildung, Orangenhaut und ein fixierter Tumor, sind klassische und spezifischere Anzeichen für Brustkrebs.

118E17
Welche der folgenden Aussagen zur Nierenfunktion ist korrekt?

a. Der renale Blutfluss nimmt mit dem Alter zu.
b. Die Fähigkeit zur Harnkonzentration nimmt mit dem Alter zu.
c. Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) nimmt im zweiten Schwangerschaftstrimester ab.
d. Das Serum-Cystatin-C nimmt ab, wenn die GFR sinkt.
e. Die geschätzte GFR, basierend auf dem Serumkreatinin, wird von der Muskelmasse beeinflusst.

 

Die richtige Antwort ist e. Die geschätzte GFR, basierend auf dem Serumkreatinin, wird von der Muskelmasse beeinflusst.

  • Serumkreatinin ist ein Abbauprodukt des Muskelstoffwechsels. Personen mit höherer Muskelmasse haben tendenziell höhere Serumkreatininspiegel, während Personen mit geringerer Muskelmasse (z. B. ältere oder unterernährte Menschen) niedrigere Spiegel aufweisen können, selbst wenn ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist.
  • Der renale Blutfluss nimmt mit dem Alter ab, da es zu strukturellen und funktionellen Veränderungen der Gefäße kommt, was die Nierenperfusion verringert.
  • Die Fähigkeit der Nieren, den Harn zu konzentrieren, nimmt im Alter ab, da die Tubuli weniger empfindlich auf das antidiuretische Hormon (ADH) reagieren.
  • Die GFR steigt während der Schwangerschaft, insbesondere im zweiten Trimester, aufgrund des erhöhten Herzzeitvolumens und der gesteigerten renalen Durchblutung.
  • Serum-Cystatin-C steigt an, wenn die GFR sinkt, weshalb es ein nützlicher Marker zur Beurteilung der Nierenfunktion ist, unabhängig von der Muskelmasse.

118E18
Welche der folgenden Vorgehensweisen ist angemessen, wenn einem Patienten die Diagnose eines fortgeschrittenen Krebses mitgeteilt wird?

a. Keine Familienmitglieder anwesend sein lassen.
b. Die Situation nur einmal erklären.
c. Nicht nach dem Verständnismodell des Patienten fragen.
d. Eine kurze Erklärung geben, unabhängig vom Verständnis des Patienten.
e. Den Patienten fragen, ob er bereit ist, schlechte Nachrichten zu hören.

 

Die richtige Antwort ist e. Den Patienten fragen, ob er bereit ist, schlechte Nachrichten zu hören.

  • Den Patienten zu fragen, ob er bereit ist, schlechte Nachrichten zu hören, zeigt Respekt vor seinem emotionalen Zustand und stellt sicher, dass er mental auf potenziell belastende Informationen vorbereitet ist.
  • Die anderen Wahlen entsprechen dem Interesse des Patienten nicht.

118E19
Welches der folgenden Symptome ist ein Anzeichen für eine Panikstörung?

a. Amnesie
b. Apathie
c. Ideenflucht
d. Erwartungsangst
e. Flashbacks

 

Die richtige Antwort ist d. Erwartungsangst (Antizipatorische Angst).

  •  Erwartungsangst bezieht sich auf die intensive Furcht oder Sorge vor der Möglichkeit, eine weitere Panikattacke zu erleben. Diese Angst führt oft dazu, dass Betroffene Situationen oder Orte meiden, an denen sie eine Attacke befürchten, was ihre Lebensführung und Alltagstätigkeiten erheblich beeinträchtigen kann.
  • Amnesie (Gedächtnisverlust) tritt häufiger bei dissoziativen Störungen oder neurologischen Erkrankungen auf.
  • Apathie (Mangel an Interesse oder Motivation) ist eher mit Depressionen oder neurologischen Erkrankungen wie Parkinson verbunden.
  • Ideenflucht (schnelle Gedankenwechsel) tritt typischerweise bei manischen Episoden einer bipolaren Störung auf.
  • Flashbacks sind lebhafte Wiedererlebnisse traumatischer Ereignisse und ein zentrales Symptom der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).

118E20
Welche der folgenden Aussagen zur körperlichen Untersuchung ist korrekt?

a. Die Atemfrequenz wird über 5 Sekunden gemessen.
b. Der Blutdruck wird während eines Gesprächs des Patienten gemessen.
c. Die Messung der Muskelkraft der proximalen Oberarmmuskulatur erfolgt mit einem Handkraftmessgerät.
d. Der zentrale Venendruck (ZVD) wird über die innere Drosselvene im Liegen geschätzt.
e. Eine Unfähigkeit, eine feste Haltung beizubehalten (Asterixis), wird beobachtet, indem der Patient gebeten wird, die Arme horizontal nach vorne zu strecken.

 

Die richtige Antwort ist e. Eine Unfähigkeit, eine feste Haltung beizubehalten (Asterixis), wird beobachtet, indem der Patient gebeten wird, die Arme horizontal nach vorne zu strecken.

  • Asterixis tritt bei Zuständen wie hepatischer Enzephalopathie oder Urämie auf und ist das Ergebnis einer gestörten motorischen Kontrolle. Der Patient wird gebeten, die Arme nach vorne zu strecken und die Handgelenke nach oben zu beugen (Dorsalflexion der Hände). Der Untersucher beobachtet plötzliches, unwillkürliches "Flattern" der Hände nach unten.
  • Die Atemfrequenz sollte über eine volle Minute oder mindestens 30 Sekunden (dann multipliziert mit 2) gemessen werden, um eine genaue Beurteilung zu gewährleisten.
  • Das Sprechen den Blutdruck künstlich erhöhen und ungenaue Messwerte liefern kann. Der Patient sollte während der Messung still und entspannt sein.
  • Ein Handkraftmessgerät die Griffkraft misst, die die Kraft der distalen.
  • Der zentrale Venendruck (ZVD) typischerweise in einer halb liegenden Position (30–45 Grad) beurteilt wird.

118E21
Die Fotos (A–E) sind abgebildet.
Welches Instrument wird für die Untersuchung des Anus und Rektums verwendet?

a. A
b. B
c. C
d. D
e. E

Die richtige Antwort ist a. A.

  • Das in Foto A gezeigte Instrument wird Analspekulum (Anoskop) genannt. Ein Analspekulum ist speziell für die Beobachtung des Analkanals und des unteren Rektums konzipiert. Es besteht aus einem röhrenförmigen Körper und einer Beleuchtungseinrichtung und wird in den Anus eingeführt, um die Rektumschleimhaut zu untersuchen, Biopsien durchzuführen oder andere diagnostische und therapeutische Maßnahmen zu ermöglichen.
  • Das Instrument in Foto B ist ein Otoskop, das zur Untersuchung des äußeren Gehörgangs und des Trommelfells verwendet wird.
  • Das Instrument in Foto C ist eine Schere, die typischerweise zum Schneiden von Fäden oder Verbänden verwendet wird.
  • Das Instrument in Foto D ist ein Nasenspekulum, das zur Untersuchung der Nasenhöhle verwendet wird.
  • Das Instrument in Foto E ist eine Pinzette, die normalerweise zum Greifen von Gewebe oder zum Entfernen von Fremdkörpern verwendet wird.

118E23
Welche Maßnahme sollte als erstes ergriffen werden, wenn eine Person nach dem Ersticken das Bewusstsein verloren hat und zusammengebrochen ist?

a. Thoraxkompressionen
b. Schläge auf den Rücken
c. Heimlich-Manöver (abdominelle Stöße)
d. Mund-zu-Mund-Beatmung
e. Entfernung eines Fremdkörpers aus der Mundhöhle

 

Die richtige Antwort ist a. Thoraxkompressionen.

  • Bei einer Person, die nach dem Ersticken das Bewusstsein verloren hat, die Priorität darin besteht, die Durchblutung sicherzustellen.
  • Thoraxkompressionen können helfen, das Hindernis durch erzeugten Druck im Brustraum zu lösen, und gleichzeitig die Blutzirkulation zu lebenswichtigen Organen aufrechterhalten, falls das Herz aufgehört hat zu schlagen.

118E25
Welche Kombination aus Schocktyp und Symptom ist falsch?

a. Hämorrhagischer Schock – Tachykardie
b. Kardiogener Schock – Oligurie
c. Neurogener Schock – Bradykardie
d. Septischer Schock – Urtikaria
e. Anaphylaktischer Schock – Kehlkopfödem

 

Die Antwort ist d. Septischer Schock – Urtikaria.

  • Ein septischer Schock wird durch eine schwere Infektion verursacht, die zu einer systemischen Entzündungsreaktion führt. Typische Symptome sind Hypotonie, Fieber, warme Extremitäten (in der frühen Phase) und Organfunktionsstörungen.
  • Urtikaria tritt jedoch in der Regel bei allergischen Reaktionen oder anaphylaktischem Schock auf, nicht bei septischem Schock.
  • Bei einem hämorrhagischen Schock kompensiert der Körper den Blutverlust durch eine Erhöhung der Herzfrequenz (Tachykardie), um das Herzzeitvolumen und die Durchblutung aufrechtzuerhalten.
  • Beim kardiogenen Schock führt eine verminderte Pumpleistung des Herzens zu einer schlechten Durchblutung der Nieren und somit zu einer verringerten Urinausscheidung (Oligurie).
  • Der neurogene Schock entsteht durch den Verlust des sympathischen Tonus, was zu einer Vasodilatation und Bradykardie führt (im Gegensatz zu anderen Schockformen, die typischerweise Tachykardie verursachen).
  • Ein anaphylaktischer Schock kann ein Kehlkopfödem verursachen, das aufgrund einer schweren allergischen Reaktion zu einer Verlegung der Atemwege und Atemnot führt.

118E26
Ein 36-jähriger Mann kam in die Klinik, nachdem bei einer routinemäßigen Gesundheitsuntersuchung Bluthochdruck diagnostiziert wurde. Er hat keine Raucheranamnese. Er trinkt gelegentlich Alkohol. Sein Vater wird wegen Bluthochdrucks behandelt.

Seine Körpergröße beträgt 168 cm. Sein Gewicht beträgt 60 kg. Sein Taillenumfang beträgt 77 cm. Sein Puls beträgt 76 bpm und ist regelmäßig. Sein Blutdruck beträgt 144/78 mmHg.

Urinbefunde: Sein Urinprotein ist negativ. Sein Uringlukosewert ist negativ.

Blutbiochemie: Sein Nüchternglukosewert beträgt 99 mg/dL. Sein Harnsäurewert beträgt 6,8 mg/dL. Sein Gesamtcholesterinwert beträgt 170 mg/dL. Sein Triglyceridwert beträgt 70 mg/dL. Sein HDL-Cholesterinwert beträgt 58 mg/dL.

Im EKG wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Basierend auf dem Gespräch mit dem Ernährungsberater beträgt seine geschätzte tägliche Energieaufnahme 1.900 kcal, und seine Salzaufnahme wird auf 15 g/Tag geschätzt.

Welche Empfehlung ist angemessen?
a. Salzreduktion
b. Alkoholverzicht
c. Gewichtsreduktion
d. Einschränkung der Fettzufuhr
e. Einschränkung der Purinzufuhr

 

Die richtige Antwort ist a. Salzreduktion.

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die meisten Leitlinien zur Behandlung von Bluthochdruck empfehlen, die Salzaufnahme auf weniger als 5–6 g/Tag zu reduzieren, um den Blutdruck zu senken und das kardiovaskuläre Risiko zu verringern.
  • Ein moderater oder gelegentlicher Alkoholkonsum trägt in der Regel nicht wesentlich zu Bluthochdruck bei, es sei denn, er wird exzessiv.
  • Der Body-Mass-Index (BMI) des Patienten beträgt 21,3 (berechnet als Gewicht in kg geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat), was im normalen Bereich liegt.
  • Die Cholesterin- und Triglyceridwerte des Patienten liegen im Normalbereich.
  • Obwohl der Harnsäurespiegel des Patienten (6,8 mg/dL) leicht erhöht ist, liegt er nicht in einem Bereich, der sofortige diätetische Einschränkungen erfordert.

118E27
Ein 11-jähriger Junge wurde von seinem Lehrer mit Beschwerden über Schmerzen im Unterbauch in die Klinik gebracht. Die Schmerzen traten am Nachmittag plötzlich auf und nahmen allmählich zu, bis sie unerträglich wurden, was den Besuch erforderlich machte.

Seine Körpertemperatur beträgt 36,8°C. Sein Puls beträgt 108 bpm und ist regelmäßig. Sein Blutdruck beträgt 118/62 mmHg. Seine Atemfrequenz beträgt 18 Atemzüge pro Minute. Seine Sauerstoffsättigung (SpO2) beträgt 99 % (Raumluft).

Seine Herz- und Atemgeräusche sind unauffällig. Sein Bauch ist flach, mit leichter Druckempfindlichkeit im Unterbauch, aber ohne Muskelabwehr oder Loslassschmerz. Die Leber und die Milz sind nicht tastbar. Die Darmgeräusche sind unauffällig. Es sind keine tastbaren Tumore in der Leistenregion vorhanden.

Das linke Skrotum ist im Vergleich zum rechten geschwollen, zeigt keine Transillumination, eine leichte Rötung und eine ausgeprägte Druckempfindlichkeit. Eine farbkodierte Doppler-Sonographie des Skrotums zeigt eine reduzierte Blutfluss-Signalgebung im linken Hodenparenchym.

Was ist die Diagnose?
a. Hodentumor
b. Hydrozele
c. Varikozele
d. Hodentorsion
e. Leistenhernie

 

Die richtige Antwort ist d. Hodentorsion.

  • Die Kombination aus plötzlich auftretenden Schmerzen, Skrotalschwellung, Druckempfindlichkeit und reduziertem Blutfluss im Doppler-Ultraschall ist diagnostisch für eine Hodentorsion.
  • Eine Hodentorsion tritt auf, wenn sich der Samenstrang verdreht und die Blutzufuhr zum Hoden unterbrochen wird. Ein sofortiger chirurgischer Eingriff ist notwendig, um den Hoden zu retten.
  • Tumoren äußern sich in der Regel als schmerzlose, feste Massen im Skrotum.
  • Eine Hydrozele äußert sich als schmerzlose, flüssigkeitsgefüllte Schwellung, die transilluminierbar ist.
  • Eine Varikozele zeigt sich durch schmerzlose, erweiterte Venen im Skrotum mit einer "Sack aus Würmern"-Textur.
  • Eine Leistenhernie kann eine schmerzlose Masse in der Leisten- oder Skrotalregion verursachen.

118E28
Ein Rettungswagen brachte einen 28-jährigen Mann in die Notaufnahme. Er wurde bewusstlos auf der Straße gefunden.

In seinem Portemonnaie befand sich eine Notiz mit folgendem Text: "Ich habe eine Thrombozytopenie aufgrund einer aplastischen Anämie. Wenn ich das Bewusstsein verliere, lassen Sie bitte sofort eine CT-Untersuchung durchführen, um eine intrakranielle Blutung auszuschließen. Vielen Dank im Voraus."

Welche Untersuchung sollte als nächstes durchgeführt werden?
a. Kopf-CT
b. Gehirn-MRT
c. Serumalkoholspiegel
d. Serumammoniakspiegel
e. Elektroenzephalogramm

 

Die richtige Antwort ist a. Kopf-CT.

  • Die Notiz des Patienten weist ausdrücklich auf ein hohes Risiko für eine intrakranielle Blutung (ICH) aufgrund einer Thrombozytopenie infolge einer aplastischen Anämie hin.
  • Eine Thrombozytopenie erhöht das Risiko für spontane Blutungen erheblich, einschließlich Hirnblutungen, und eine solche könnte den Bewusstseinsverlust des Patienten erklären.
  • Ein Kopf-CT ist die geeignetste und schnellste bildgebende Methode, um eine ICH nachzuweisen oder auszuschließen.

118E29
Ein 5-jähriger Junge wurde von seinen Eltern in die Klinik gebracht, weil er Fieber und Ohrenschmerzen hatte. Seit zwei Tagen hat er Nasenausfluss. Seit gestern sind rechtsseitige Ohrenschmerzen und Fieber aufgetreten, was den Besuch erforderlich machte. Seine Körpertemperatur beträgt 37,5 °C. Die Befunde des rechten Trommelfells sind auf dem Bild dargestellt.

Welche Behandlung ist angemessen?
a. Ohrspülung
b. Belüftung der Ohrtrompete
c. Gabe von Antibiotika
d. Tympanoplastik
e. Einsetzen eines Paukenröhrchens

Die richtige Antwort ist c. Gabe von Antibiotika.

  • Zu den klinischen Merkmalen gehören Fieber, Ohrenschmerzen, Nasenausfluss und ein entzündetes, vorgewölbtes Trommelfell (wie auf dem Bild zu sehen). Das Kind zeigt Symptome und Befunde, die auf eine akute Otitis media (AOM) hindeuten, eine bakterielle oder virale Infektion des Mittelohrs
  • Amoxicillin ist in den meisten Fällen das Antibiotikum der ersten Wahl, sofern keine Penicillinallergie vorliegt.

118E31
Eine 38-jährige Frau (G3P0) wurde mit starken Bauchschmerzen per Rettungswagen eingeliefert. Ihr Menstruationszyklus ist regelmäßig mit 28 Tagen. Ihre letzte Menstruation war vor 7 Wochen. Heute bemerkte sie plötzlich starke Schmerzen im Unterbauch und rief den Rettungsdienst. Es liegt keine genitale Blutung vor.

Sie ist bei klarem Bewusstsein. Ihre Körpertemperatur beträgt 37,1 °C. Ihre Herzfrequenz beträgt 116 bpm, regelmäßig. Ihr Blutdruck liegt bei 78/52 mmHg. Ihre Atemfrequenz beträgt 20 Atemzüge pro Minute. SpO2 beträgt 98 % (Raumluft).

Der Bauch ist leicht gebläht, mit Druckschmerz und Loslassschmerz im rechten Unterbauch. Der Schwangerschaftstest ist positiv.

Abdominaler Ultraschall zeigt eine echoarme Flüssigkeitsansammlung in der Morrison-Grube und im Douglas-Raum. Transvaginaler Ultraschall zeigt ein verdicktes, echogenes Endometrium und eine unregelmäßige echoarme Struktur im rechten Adnexbereich.

Welche Maßnahme ist für diese Patientin angemessen?
a. Notfalloperation
b. Hysteroskopie
c. Uterusarterienembolisation
d. Eine Woche Beobachtung
e. Gabe eines Folsäure-Antagonisten

 

Die richtige Antwort ist a. Notfalloperation.

  • Der positive Schwangerschaftstest, die starken Unterbauchschmerzen, Anzeichen einer hämodynamischen Instabilität und die Ultraschallbefunde, die auf eine intraperitoneale Blutung hindeuten, bestätigen die Diagnose einer rupturierten Eileiterschwangerschaft. Eine sofortige Notfalloperation ist erforderlich, um die Blutung zu kontrollieren und das Leben der Patientin zu retten.
  • Eine Hysteroskopie untersucht die Gebärmutterhöhle.
  • Eine Uterusarterienembolisation wird bei Zuständen wie postpartaler Blutung oder Uterusmyomen eingesetzt.
  • Der Folsäure-Antagonist, wird zur medikamentösen Behandlung von nicht rupturierten Eileiterschwangerschaften eingesetzt.

118E32
Eine 34-jährige Frau stellte sich mit Fieber und Hautausschlag vor. Sie hatte gestern Halsschmerzen, konnte aber ihren Alltag normal bewältigen. Heute entwickelte sie starkes Schüttelfrost, Fieber von 39,6 °C, Kopfschmerzen, Übelkeit und Gelenkschmerzen. Sie ist bisher gesund gewesen.

Ihr Bewusstsein ist klar. Ihre Körpergröße beträgt 165 cm, ihr Gewicht 60 kg. Ihre Körpertemperatur beträgt 39,8 °C, der Puls 120 bpm, regelmäßig, der Blutdruck 90/58 mmHg, die Atemfrequenz 28 Atemzüge pro Minute, und die Sauerstoffsättigung (SpO2) liegt bei 96 % (Raumluft).

Die Pupillen sind gleich groß, und die Lichtreaktion ist normal. In der Bindehaut der Augen finden sich Petechien und eine Gelbfärbung. Die Mundhöhle ist leicht trocken, aber keine Rötung des Rachens. Es liegt keine Jugularvenenstauung vor. Nackensteifigkeit ist vorhanden. Herz- und Atemgeräusche sind unauffällig. Der Bauch ist flach und weich, mit normalen Darmgeräuschen. Die Leber und Milz sind nicht tastbar. Auf den Handflächen und Fußsohlen finden sich diffuse purpurfarbene Läsionen.

Die bei der Aufnahme entnommene Blutkultur zeigte gramnegative Diplokokken.

Welcher Mikroorganismus ist die wahrscheinlichste Ursache?
a. Escherichia coli
b. Gruppe-A-Streptokokken
c. Moraxella catarrhalis
d. Neisseria gonorrhoeae
e. Neisseria meningitidis

 

Die richtige Antwort ist e. Neisseria meningitidis.

  • Die Symptome der Patientin (Fieber, Hautausschlag, Nackensteifigkeit und Sepsis) sowie die Befunde (Petechien, Purpura und gramnegative Diplokokken) sind typisch für Neisseria meningitidis. Eine sofortige Antibiotikatherapie und unterstützende Maßnahmen sind entscheidend für das Überleben.
  • Escherichia coli verursacht typischerweise Infektionen wie Harnwegsinfektionen oder Meningitis bei Neugeborenen.
  • Gruppe-A-Streptokokken verursachen Erkrankungen wie Pharyngitis, Zellulitis und das toxische Schocksyndrom.
  • Moraxella catarrhalis ist hauptsächlich mit Atemwegsinfektionen wie Otitis media oder Sinusitis assoziiert.
  • Neisseria gonorrhoeae verursacht typischerweise sexuell übertragbare Infektionen.

118E33
Ein 78-jähriger Mann stellte sich mit Schmerzen im Unterbauch und Unfähigkeit zu urinieren als Hauptbeschwerden vor. Er klagte seit drei Monaten über häufiges Wasserlassen. Seit dem Abendessen vorgestern hat er Erkältungssymptome und nahm ein rezeptfreies Erkältungsmittel ein. Seit gestern Nachmittag konnte er nicht urinieren, und Schmerzen im Unterbauch traten auf, was ihn dazu veranlasste, die Klinik aufzusuchen.

Seine Körpergröße beträgt 165 cm, sein Gewicht 60 kg. Seine Körpertemperatur beträgt 36,6 °C, sein Puls 84 bpm, regelmäßig, und sein Blutdruck 154/88 mmHg. Im Unterbauch ist eine weiche, elastische Masse tastbar, die druckempfindlich ist. Bei der rektalen Untersuchung ist eine 5 cm große, elastische, feste Prostata tastbar, die nicht druckempfindlich ist.

Welche bildgebende Untersuchung sollte zuerst durchgeführt werden?
a. Becken-MRT
b. Kontrastmittelverstärktes Abdomen-CT
c. Abdominale Ultraschalluntersuchung
d. Abdomen-Röntgenaufnahme
e. Endoskopie des unteren Gastrointestinaltrakts

 

Die richtige Antwort ist c. Abdominale Ultraschalluntersuchung.

  • Der Patient zeigt klassische Symptome eines akuten Harnverhalts, wahrscheinlich durch eine benigne Prostatahyperplasie (BPH), die durch die anticholinergen Wirkungen eines Erkältungsmittels verstärkt wurde.
  • Der abdominale Ultraschall ist die geeignetste Erstuntersuchung, um die Blasendistension zu bestätigen, das Restharnvolumen zu bewerten und die Prostata zu untersuchen.
  • Eine MRT liefert detaillierte Bilder, ist jedoch nicht notwendig als Erstuntersuchung bei Harnverhalt.
  • Ein CT ist besser geeignet für komplizierte oder unklare Fälle (z. B. bei Verdacht auf Tumoren oder Trauma).
  • Ein Röntgenbild ist nicht hilfreich zur Darstellung der Blase oder Prostata.
  • Eine Endoskopie dient der Untersuchung des Magen-Darm-Trakts.

118E34
Eine 28-jährige Erstgebärende (G1P0) wurde in der 18. Schwangerschaftswoche aufgrund von diagnostizierter Hyperglykämie in die Klinik überwiesen. In der 16. Schwangerschaftswoche wurde Glukosurie festgestellt, und zwei Wochen später zeigte ein zufälliger Blutzuckerwert eine Erhöhung auf 162 mg/dL, was zur Überweisung führte.

Ihre Krankengeschichte ist unauffällig. Sie ist 158 cm groß und wiegt 57 kg (Vor-Schwangerschaftsgewicht: 54 kg). Ihr Blutdruck beträgt 124/62 mmHg. Es wird kein Ödem an den unteren Extremitäten festgestellt.

In der 19. Schwangerschaftswoche wurde ein 75 g oraler Glukosetoleranztest (OGTT) durchgeführt, der folgende Ergebnisse ergab: Nüchternblutzucker 112 mg/dL, 1-Stunden-Blutzucker 218 mg/dL und 2-Stunden-Blutzucker 202 mg/dL.

Die Ultraschalluntersuchung ergab eine Zervixlänge von 4,2 cm, ein geschätztes fetales Gewicht von 190 g (0,0 SD) und ein normales Fruchtwasservolumen.

Welche Maßnahme ist angemessen?
a. Von Bewegungstherapie abraten.
b. Orale blutzuckersenkende Medikamente einleiten.
c. Einen Diätplan von 1.200 kcal/Tag umsetzen.
d. Einen 2-Stunden-Blutzuckerwert nach dem Essen von unter 150 mg/dL anstreben.
e. Den 75 g oralen Glukosetoleranztest 6 Wochen nach der Entbindung wiederholen.

 

Die richtige Antwort ist e. Den 75 g oralen Glukosetoleranztest 6 Wochen nach der Entbindung wiederholen.

  • Diese Patientin hat einen Schwangerschaftsdiabetes (GDM), der sich in den meisten Fällen nach der Geburt zurückbildet. Frauen mit GDM haben jedoch ein erhöhtes Risiko, später im Leben an Typ-2-Diabetes (T2DM) zu erkranken, weshalb eine Nachuntersuchung entscheidend ist, um eine anhaltende oder sich entwickelnde Glukoseintoleranz zu erkennen.
  • Körperliche Aktivität ist während der Schwangerschaft vorteilhaft, um die Blutzuckerwerte zu kontrollieren und die Insulinsensitivität zu verbessern.
  • Orale blutzuckersenkende Medikamente wie Metformin und Sulfonylharnstoffe werden während der Schwangerschaft in der Regel vermieden, da sie potenzielle Risiken für den Fötus darstellen.
  • Die Patientin ist nicht übergewichtig (prä-schwangerschafts-BMI ≈ 21,6), und während des mittleren Schwangerschaftszeitraums (18. Woche) sind zusätzlich 200–250 kcal/Tag erforderlich, um den Bedarf von Mutter und Fötus zu decken.
  • Für die Behandlung von GDM gilt ein strengeres Ziel: Der postprandiale Blutzuckerwert nach 2 Stunden sollte unter 120 mg/dL liegen, um Risiken wie Makrosomie beim Fötus zu minimieren.

118E35
Eine 88-jährige Frau wurde mit Rückenschmerzen per Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert. Sie war am Morgen zu Hause gestürzt und konnte aufgrund der Rückenschmerzen nicht mehr laufen, was den Rettungseinsatz erforderlich machte. Sie wird wegen Hypertonie und Demenz behandelt. Ihr Ergebnis auf der überarbeiteten Hasegawa-Demenzskala beträgt 7 von 30 Punkten. Sie hat einen Pflegegrad von 1 (minimaler Pflegebedarf).

Röntgenaufnahmen der Lendenwirbelsäule zeigten eine Kompressionsfraktur des dritten Lendenwirbels. Sie wurde zur Schmerztherapie und Rehabilitation stationär aufgenommen. Nach einem Monat im Krankenhaus stabilisierte sich ihr Zustand, und es fand ein Gespräch mit ihrem Ehemann über den Entlassungsplan statt.

Welche Erklärung ist ihrem Ehemann gegenüber angemessen?
a. „Wir werden den Inhalt der Besprechung nicht schriftlich festhalten.“
b. „Ein Ehepartner kann nicht als stellvertretender Entscheidungsträger fungieren.“
c. „Da die Patientin an Demenz leidet, ist ihre Teilnahme nicht erforderlich.“
d. „Entscheidungen, die während der Besprechung getroffen werden, können später geändert werden.“
e. „Es ist nicht notwendig, den Inhalt der Besprechung dem Case Manager mitzuteilen.“

 

Die richtige Antwort ist d. („Entscheidungen, die während der Besprechung getroffen werden, können später geändert werden.“).

  • Bei der Besprechung des Entlassungsplans und der weiteren Versorgung mit dem Ehemann der Patientin ist es wichtig zu betonen, dass die getroffenen Entscheidungen nicht endgültig sein müssen. Diese Flexibilität ist entscheidend, da sich die Bedürfnisse oder Umstände der Patientin im Laufe der Zeit ändern können und Anpassungen des Versorgungsplans erforderlich machen.
  • Dokumentation ist ein wesentlicher Bestandteil der medizinischen und pflegerischen Planung. Sie gewährleistet Transparenz, Verantwortlichkeit und die Kontinuität der Versorgung zwischen den beteiligten Gesundheitsdienstleistern und Pflegepersonen.
  • In den meisten Fällen gilt der Ehepartner als geeigneter stellvertretender Entscheidungsträger, insbesondere wenn die Patientin aufgrund kognitiver Beeinträchtigungen wie einer Demenz nicht in der Lage ist, Entscheidungen selbstständig zu treffen.
  • Auch Patienten mit Demenz sollten, soweit sie dazu in der Lage sind, in Diskussionen über ihre Versorgung einbezogen werden, um ihre Präferenzen und Wünsche zu berücksichtigen. Sie vollständig auszuschließen, widerspricht einer ethischen und patientenzentrierten Versorgung.
  • Es ist wichtig, den Case Manager oder Pflegekoordinator in die Besprechungen einzubeziehen, da dieser eine Schlüsselrolle bei der Koordinierung der Versorgung spielt, insbesondere für Patienten mit chronischen Erkrankungen und nach der Entlassung.

118E37
Eine 80-jährige Frau erhielt vor einem Monat in einem Krankenhaus in der Nähe ihres Wohnorts die Diagnose Lungenkrebs mit multiplen Knochenmetastasen. Auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin lehnte sie aggressive Behandlungen, einschließlich medikamentöser Krebstherapie, ab und erhält nun eine häusliche Betreuung durch Besuchsdienste. Sie kann selbstständig zur Toilette gehen, verbringt aber den Großteil des Tages im Bett. Seit dem Tod ihres Mannes im Alter von 65 Jahren lebt sie allein. Ihr Sohn lebt weit entfernt und besucht sie nur selten. Ihr Gesichtsausdruck wirkt angespannt, und sie spricht selten mit den Mitarbeitern des Besuchsdienstes.

Eines Tages äußerte sie gegenüber ihrem Arzt während eines Hausbesuchs: „Ich möchte, dass alles ein Ende hat.“

Was ist die angemessenste erste Antwort des Arztes auf diese Aussage?
a. „Lassen Sie uns über eine Einweisung in eine Palliativstation nachdenken.“
b. „Ich werde sofort ein Medikament vorbereiten, damit Sie friedlich sterben können.“
c. „Bitte sagen Sie mir, welches körperliche Symptom Sie im Moment am meisten belastet.“
d. „Es tut mir leid, das zu hören. Könnten Sie mir mehr darüber erzählen, wie Sie sich fühlen?“
e. „Sagen Sie so etwas nicht. Versuchen Sie, noch ein bisschen durchzuhalten.“

 

Die richtige Antwort ist d. („Es tut mir leid, das zu hören. Könnten Sie mir mehr darüber erzählen, wie Sie sich fühlen?“).

  • Die Aussage des Patienten „Ich möchte, dass alles ein Ende hat“ erfordert eine einfühlsame und erkundende Antwort, um sein zugrunde liegendes Leid zu verstehen und angemessene Unterstützung zu leisten. Mit der Antwort „Es tut mir leid, das zu hören. Könnten Sie mir mehr darüber erzählen, wie Sie sich fühlen?“ zeigt der Arzt Empathie und schafft die Grundlage für eine offene Kommunikation.

118E39
Eine 72-jährige Frau stellte sich mit Gehschwierigkeiten vor. Sie leidet seit 10 Jahren an Verstopfung und bemerkte vor 5 Jahren eine Verschlechterung ihres Geruchssinns. Vor 2 Jahren begann sie, Schwierigkeiten beim Umrühren von Speisen mit der rechten Hand während des Kochens zu haben. Ihre Symptome haben sich allmählich verschlechtert, und seit drei Monaten ist ihr Gang instabil, was sie dazu veranlasste, die Klinik aufzusuchen.

Die Augenbewegungen sind normal. Sie zeigt einen maskenhaften Gesichtsausdruck und Dysarthrie mit leiser und schneller Sprache. In den Extremitäten zeigt sich eine mäßige Rigor und Ruhetremor, insbesondere im rechten Arm, aber keine Muskelschwäche. Der Romberg-Test ist negativ, und es gibt keine Sensibilitätsstörungen. Es besteht keine Spastik, und die Sehnenreflexe sind normal. Sie kann eigenständig aufstehen, zeigt jedoch eine Beeinträchtigung der posturalen Reflexe. Eine MRT des Kopfes zeigt keine Auffälligkeiten, jedoch zeigt eine Dopamintransporter-SPECT eine verminderte Aufnahme im linken Striatum.

Welche Art von Gangstörung zeigt diese Patientin?
a. Steppergang
b. Trippelgang
c. Watschelgang
d. Scherengang
e. Magnetgang

 

Die richtige Antwort ist b. Trippelgang, der typisch für Morbus Parkinson oder parkinsonsche Syndrome ist.

  • Die Symptome der Patientin, einschließlich Rigor, Ruhetremor, Bradykinesie, posturaler Instabilität und der Befunde in der Dopamintransporter-SPECT, sind diagnostisch für Morbus Parkinson. Der Trippelgang (kleine, kurze Schritte) ist ein charakteristisches Merkmal dieser Erkrankung.
  • Der Steppergang tritt bei Erkrankungen wie peripherer Neuropathie oder Fußheberschwäche auf, bei denen Patienten ihre Knie höher als normal anheben, um eine Schwäche der Dorsalflexion auszugleichen.
  • Der Watschelgang wird bei Erkrankungen wie Muskeldystrophien oder Schwäche des Hüftgürtels beobachtet.
  • Der Scherengang ist typischerweise mit Spastik verbunden, wie sie bei Zerebralparese vorkommt. Dieser Gang ist durch das Überkreuzen der Beine während des Gehens aufgrund eines erhöhten Muskeltonus gekennzeichnet.
  • Der Magnetgang tritt bei Normaldruckhydrozephalus (NPH) auf. Dieser Gang ist dadurch gekennzeichnet, dass die Patienten Schwierigkeiten haben, die Füße vom Boden abzuheben, als wären sie "magnetisch" am Boden festgeklebt.

118E41-42

Eine 48-jährige Frau wurde aufgrund plötzlicher Kopfschmerzen mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Anamnese der aktuellen Erkrankung:
Heute Abend um 20 Uhr, während des Abendessens, entwickelte sie plötzlich starke Kopfschmerzen und Erbrechen. Ihr Ehemann, der mit ihr zusammenlebt, bemerkte die Veränderung und rief den Rettungsdienst.

Vorgeschichte:
Bei einer Gesundheitsuntersuchung wurde bei ihr Bluthochdruck diagnostiziert, den sie jedoch unbehandelt ließ.

Lebensstil:
Sie lebt mit ihrem Ehemann zusammen. Sie raucht seit ihrem 20. Lebensjahr 10 Zigaretten pro Tag. Sie trinkt gelegentlich Alkohol.

Familienanamnese:
Keine besonderen Auffälligkeiten.

Aktueller Zustand:
Die Patientin wirkt lethargisch. Sie öffnet die Augen nicht spontan, tut dies aber auf Ansprache. Sie stöhnt bei schmerzhaften Reizen, spricht jedoch nicht. Auf schmerzhafte Reize reagiert sie, indem sie mit den oberen und unteren Extremitäten versucht, die Schmerzquelle wegzustoßen.
Ihre Körpergröße beträgt 150 cm, ihr Gewicht 70 kg, ihre Temperatur 36,4 °C, ihre Herzfrequenz 120 bpm (regelmäßig), ihr Blutdruck 200/106 mmHg, ihre Atemfrequenz 18/min, und ihre Sauerstoffsättigung liegt bei 100 % unter 10 L/min Sauerstoffzufuhr über eine Reservoirmaske.

Ihre Pupillen sind auf beiden Seiten 5,0 mm groß, mit trägen Lichtreaktionen beidseits. Es gibt keine Halsvenenstauung. Schilddrüse und zervikale Lymphknoten sind nicht tastbar. Herz- und Atemgeräusche sind unauffällig. Der Bauch ist flach, weich, und Leber sowie Milz sind nicht tastbar. Es gibt keine Ödeme an den Unterschenkeln.

Laborbefunde:
Der Blutzucker, gemessen mit einem tragbaren Gerät, beträgt 128 mg/dL.

Wie lautet der Glasgow Coma Scale (GCS) dieser Patientin?
a. E4 V5 M5
b. E4 V4 M5
c. E3 V4 M4
d. E3 V2 M5
e. E3 V2 M4

Welche Untersuchung sollte als Erstes durchgeführt werden?
a. Elektroenzephalogramm (EEG)
b. Schädel-CT ohne Kontrastmittel
c. Untersuchung des Liquor cerebrospinalis
d. Schädel-MRT ohne Kontrastmittel
e. Hirn-Single-Photon-Emissions-CT (SPECT)

 

Die richtige Antwort ist d. E3 V2 M5.

  • Der GCS-Score bewertet drei Komponenten: Augenreaktion (E), verbale Reaktion (V) und motorische Reaktion (M).
  • E3 (Die Patientin öffnet die Augen nicht spontan, aber auf Ansprache).
  • V2 (Die Patientin stöhnt auf schmerzhafte Reize, spricht jedoch nicht).
  • M5 (Die Patientin lokalisiert den Schmerz und versucht mit den Gliedmaßen, die Schmerzquelle wegzustoßen).

Die richtige Antwort ist b. Schädel-CT ohne Kontrastmittel.

  • Die Patientin zeigt einen plötzlichen Beginn eines starken Kopfschmerzes ("Vernichtungskopfschmerz"), begleitet von Erbrechen und stark erhöhtem Blutdruck. Diese Symptome deuten stark auf ein akutes intrakranielles Ereignis wie eine Subarachnoidalblutung (SAB) oder eine intrakranielle Blutung hin.
  • Ein Schädel-CT ohne Kontrastmittel ist der Goldstandard zum Nachweis von akuten Blutungen im Gehirn. Es kann Blutungen im Subarachnoidalraum, in den Ventrikeln oder im Parenchym mit hoher Sensitivität nachweisen.

  • EEG dient zur Beurteilung von Anfällen oder Enzephalopathien, ist jedoch nicht die erste Untersuchung bei akuten Kopfschmerzen mit neurologischen Symptomen.

  • Untersuchung des Liquors (CSF) kann eine SAB bestätigen, indem Blut im Liquor nachgewiesen wird, wird jedoch nur durchgeführt, wenn das CT-Ergebnis unklar ist.

  • MRT ohne Kontrastmittel eignet sich zur Identifizierung von Ischämien oder strukturellen Anomalien, ist jedoch weniger sensitiv und langsamer als CT bei der Erkennung akuter Blutungen.

  • Hirn-SPECT wird hauptsächlich zur Beurteilung von Perfusions- oder Funktionsanomalien verwendet und ist nicht für eine akute Notfalluntersuchung geeignet.

118E43-44

Eine 23-jährige Frau wurde von ihrer Mutter, die sich Sorgen über ihr kürzlich ungewöhnliches Verhalten machte, in eine psychiatrische Klinik gebracht.

Anamnese der aktuellen Erkrankung:
Vor sechs Monaten fühlte sie sich niedergeschlagen und suchte eine nahegelegene internistische Praxis auf, wo ihr Antidepressiva verschrieben wurden. Vor einem Monat begann sie, nach langen Arbeitszeiten spätabends mit Freunden auszugehen und nach ihrer Rückkehr bis zum Morgengrauen zu telefonieren. Obwohl sie weiterhin täglich zur Arbeit ging, hatte sie wiederholt Konflikte mit Kunden. Sie nahm die verschriebenen Antidepressiva wie vorgeschrieben ein.

Vorerkrankungen:
Keine besonderen Auffälligkeiten.

Lebensstil:
Sie lebt mit ihren Eltern zusammen. Nach ihrem Universitätsabschluss begann sie eine Arbeit in einem Unternehmen. Sie hat nie geraucht. Sie trinkt gelegentlich Alkohol.

Familienanamnese:
Keine besonderen Auffälligkeiten.

Aktuelle Symptome:
Die Patientin ist wach und ansprechbar, spricht übermäßig viel und wirkt in gehobener Stimmung. Ihre Vitalzeichen sind wie folgt:
Die Patientin ist 160 cm groß, wiegt 53 kg, hat eine Körpertemperatur von 36,2 °C, eine Herzfrequenz von 76 bpm (regelmäßig), einen Blutdruck von 114/66 mmHg, eine Atemfrequenz von 15/min und eine SpO2 von 99 % bei Raumluft.
Die neurologische Untersuchung zeigt keine Auffälligkeiten.

Welches Symptom wird bei der psychiatrischen Konsultation beobachtet?
a. Visuelle Halluzinationen
b. Depersonalisation
c. Hyperakusis
d. Depressive Stimmung
e. Vermindertes Schlafbedürfnis

Welche Erklärung ist für diese Patientin angemessen?
a. „Sie sollten einen Jobwechsel in Betracht ziehen.“
b. „Wir sollten möglicherweise Ihre Medikation ändern.“
c. „Das muss nicht als psychische Erkrankung betrachtet werden.“
d. „Lassen Sie uns abwarten und beobachten, wie sich die Situation entwickelt.“
e. „Nutzen Sie Ihre Energie, um unerledigte Arbeiten abzuschließen.“

 

Die richtige Antwort ist e. Vermindertes Schlafbedürfnis.

  • Die Patientin zeigt ein reduziertes Schlafbedürfnis, erkennbar daran, dass sie nach langen Arbeitstagen spätabends mit Freunden ausgeht und bis zum Morgengrauen telefoniert. Trotz dieser Veränderungen geht sie weiterhin täglich zur Arbeit.
  • Ein vermindertes Schlafbedürfnis ist ein typisches Symptom einer Manie oder Hypomanie im Rahmen einer bipolaren Störung.
  • Es gibt keinen Hinweis auf Wahrnehmungsstörungen, Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen oder Halluzinationen in der Anamnese oder Untersuchung.
  • Depersonalisation ist ein dissoziatives Symptom, bei dem sich Personen von sich selbst losgelöst fühlen.

Die richtige Antwort ist b. („Wir sollten möglicherweise Ihre Medikation ändern.“).

  • Die Anamnese deutet darauf hin, dass die Patientin von einer depressiven Episode in eine manische oder hypomanische Episode übergegangen ist, während sie Antidepressiva einnahm.
  • Der Behandlungsplan sollte angepasst werden, indem die Antidepressiva abgesetzt oder modifiziert werden. Es sollte über den Einsatz von Stimmungsstabilisatoren (z. B. Lithium) oder Antipsychotika nachgedacht werden, um die manischen Symptome zu behandeln.

118E45-46

Ein 68-jähriger Mann stellte sich mit Gehstörungen vor.

Anamnese der aktuellen Erkrankung:
Seit zwei Jahren bemerkt die Familie des Patienten, dass sein Gang an jemanden erinnert, der betrunken ist. Zur gleichen Zeit begann er, sich beim Gehen unsicher zu fühlen, was dazu führte, dass er mit gespreizten Beinen ging. Seine Unsicherheit ist bei Dunkelheit und Helligkeit gleich. Er kann von einem Stuhl aufstehen, hatte jedoch vor sechs Monaten beim Aufstehen eine Beinahe-Sturzepisode. Er kann Treppen steigen, benutzt jedoch ein Geländer, um sicher hinabzusteigen. Das Schreiben fällt ihm schwer, und er kann keine geraden Linien mehr ziehen. Er kann Essstäbchen halten und eine Schale tragen, hat jedoch Schwierigkeiten, die Essstäbchen genau zum Mund zu führen. Seine Sprache wurde allmählich undeutlich und ähnelt der eines Betrunkenen. Seine Gehstörungen haben sich verschlechtert, und vor zwei Monaten stürzte er bei einer Richtungsänderung. Er hat keine Taubheit oder Empfindungsstörungen in den Gliedmaßen. Er suchte aufgrund der allmählichen Verschlechterung seiner Symptome medizinische Hilfe.

Vorerkrankungen:
Keine besonderen Auffälligkeiten

Lebensstil:
Keine Raucher- oder Alkoholkonsumgeschichte

Familienanamnese:
Keine besonderen Auffälligkeiten

Aktuelle Symptome:
Der Patient ist wach und orientiert. Er ist 168 cm groß und wiegt 60 kg. Seine Temperatur beträgt 36,1°C, der Puls 64 bpm (regelmäßig) und der Blutdruck 128/68 mmHg Herz- und Atemgeräusche sind normal. Der Bauch ist flach, weich und ohne tastbare Leber oder Milz.

Laborbefunde:
Die Urinuntersuchung zeigt keine Protein- oder Glukoseanomalien. Die Hämatologieergebnisse umfassen RBC 5,10 Millionen, Hb 14,2 g/dL, WBC 8.300 und Thrombozyten 200.000. Die Blutchemie zeigt Gesamtprotein 7,8 g/dL, Gesamtbilirubin 0,8 mg/dL, AST 26 U/L, ALT 20 U/L, LDH 180 U/L (Referenzbereich 124–222), γ-GT 45 U/L (Referenzbereich 13–64), CK 70 U/L (Referenzbereich 59–248), BUN 19 mg/dL, Kreatinin 0,8 mg/dL, Glukose 92 mg/dL, HbA1c 5,0% (Referenzbereich 4,9–6,0), Gesamtcholesterin 152 mg/dL, Triglyceride 50 mg/dL, Natrium 140 mEq/L und Kalium 4,0 mEq/L. Das EKG zeigt keine Auffälligkeiten. Röntgenaufnahmen von Brustkorb, Bauch und Halswirbelsäule sind unauffällig.

Welche Erkrankung zeigt der Patient?
a. Spastik
b. Apraxie
c. Ataxie
d. Lähmung
e. Unwillkürliche Bewegungen

Welcher Befund wäre bei der neurologischen Untersuchung zu erwarten?
a. Positives Gowers-Zeichen
b. Positives Romberg-Zeichen
c. Positiver Chaddock-Reflex
d. Schlechte Ausführung des Finger-Nase-Tests
e. Schwierigkeit, eine feste Haltung zu bewahren (Asterixis)

 

Die richtige Antwort ist c. Ataxie.

  • Der Patient zeigt eine breitbasige Gangart, Unsicherheit beim Gehen, undeutliche Sprache und Schwierigkeiten bei feinmotorischen Aufgaben wie dem Schreiben und dem Benutzen von Essstäbchen. Diese Symptome sind typische Merkmale einer Ataxie.
  • Ataxie weist auf eine Funktionsstörung des Kleinhirns oder seiner Verbindungen hin, was zu einer gestörten Koordination willkürlicher Bewegungen führt.
  • Spastik ist gekennzeichnet durch einen erhöhten Muskeltonus und Widerstand gegen passive Bewegungen, typischerweise bei Erkrankungen des oberen Motorneurons.
  • Apraxie ist die Unfähigkeit, gelernte, zweckgerichtete Bewegungen trotz normaler Kraft und Koordination auszuführen, häufig durch kortikale Läsionen bedingt.
  • Lähmung beschreibt einen vollständigen oder teilweisen Verlust der Muskelkraft.
  • Unwillkürliche Bewegungen wie Tremor oder Chorea werden in der Beschreibung des Patienten nicht erwähnt Seine Bewegungen sind unkoordiniert, aber nicht unwillkürlich.

Die richtige Antwort ist d. Schlechte Ausführung des Finger-Nase-Tests.

  • Der Finger-Nase-Test prüft die Koordination und ist ein empfindlicher Test für Kleinhirndysfunktionen. Eine schlechte Ausführung, wie das Verfehlen des Ziels oder zittrige Bewegungen während des Tests, weist auf Ataxie und eine Kleinhirnbeteiligung hin. Dies stimmt mit den Symptomen des Patienten überein, insbesondere mit der unkoordinierten Bewegung der Gliedmaßen.
  • Das Gowers-Zeichen tritt bei proximaler Muskelschwäche auf, wie z B bei Muskeldystrophien.
  • Das Romberg-Zeichen prüft die sensorische Ataxie, die durch eine gestörte Propriozeption verursacht wird.
  • Der Chaddock-Reflex ist ein pathologischer Reflex, der auf Läsionen des oberen Motorneurons hinweist.
  • Asterixis, auch bekannt als "Flattertremor," tritt bei metabolischen Enzephalopathien wie Leberversagen auf.

118E47-48

Eine 19-jährige Frau stellte sich mit Atemnot vor.

Anamnese der aktuellen Erkrankung:
Seit einer Woche hatte sie Symptome einer oberen Atemwegsinfektion. Vor drei Tagen entwickelte sie Atemnot, begleitet von Giemen, was sie veranlasste, die Notaufnahme aufzusuchen.

Vorerkrankungen:
Sie hatte im Kindesalter Bronchialasthma.

Lebensstil:
Sie raucht nicht und hat keine Haustiere. Sie nimmt keine regelmäßigen Medikamente ein.

Familienanamnese:
Ihre Mutter und ihr jüngerer Bruder haben Bronchialasthma.

Aktuelle Symptome:
Die Patientin ist wach und orientiert. Sie ist 162 cm groß und wiegt 56 kg. Ihre Körpertemperatur beträgt 36,2°C, der Puls liegt bei 92 bpm (regelmäßig), der Blutdruck bei 100/80 mmHg und die Atemfrequenz bei 24/min. Die SpO2 beträgt 96 % unter Raumluft. Es gibt keine Halsvenenstauung. Herzgeräusche sind unauffällig. Über beiden Lungenfeldern sind während der Exspiration Giemen hörbar. Es gibt keine Beinödeme.

Laborbefunde:
Die Blutuntersuchung zeigt RBC 4,68 Millionen, Hb 13,9 g/dL, Ht 42 %, WBC 8.300 (Neutrophile 55 %, Eosinophile 16 %, Monozyten 6 %, Lymphozyten 23 %) und Thrombozyten 220.000. Biochemische Befunde zeigen Gesamtbilirubin 0,8 mg/dL, AST 20 U/L, ALT 16 U/L, LDH 180 U/L (Referenzbereich 124–222), BUN 14 mg/dL, Kreatinin 0,8 mg/dL, Na 138 mEq/L, K 4,0 mEq/L und Cl 98 mEq/L. Eine Röntgenaufnahme des Thorax zeigt keine Auffälligkeiten.

Was trifft auf die Atemnot der Patientin zu?
a. Sie verschlechtert sich im Sitzen.
b. Sie verschlechtert sich nach dem Essen.
c. Sie verschlechtert sich am Abend.
d. Sie verschlechtert sich in der linken Seitenlage.
e. Sie verschlechtert sich in der Nacht bis zum frühen Morgen.

Welches Medikament sollte bei der ambulanten Nachsorge am nächsten Tag nach der Stabilisierung in der Notaufnahme verschrieben werden?
a. Diuretika
b. Antihistaminika
c. Makrolid-Antibiotika
d. Inhalative langwirksame Anticholinergika
e. Kombination aus inhalativen Kortikosteroiden und langwirksamen β2-Agonisten

 

Die richtige Antwort ist e. Sie verschlechtert sich in der Nacht bis zum frühen Morgen.

  • Die Anamnese der Patientin mit Bronchialasthma in der Kindheit, einer familiären Vorgeschichte von Asthma und den aktuellen Symptomen wie Giemen und Atemnot deutet stark auf eine Asthma-Exazerbation hin.
  • Asthma-Symptome, einschließlich Giemen und Atemnot, verschlechtern sich typischerweise nachts oder früh am Morgen. Dies liegt an einer Kombination physiologischer Faktoren, wie zirkadianen Schwankungen bei der Entzündung der Atemwege, der Lungenfunktion und der bronchialen Hyperreagibilität.

Die richtige Antwort ist e. Kombination aus inhalativen Kortikosteroiden und langwirksamen β2-Agonisten.

  • Nach der Stabilisierung in der Notaufnahme ist das Ziel der Asthma-Behandlung, weitere Exazerbationen zu verhindern und eine langfristige Kontrolle zu gewährleisten.
  • Eine Kombination aus inhalativem Kortikosteroid (ICS) und langwirksamem β2-Agonisten (LABA) ist die Standardtherapie für persistierendes Asthma. Das Kortikosteroid reduziert die Entzündung der Atemwege, während der β2-Agonist eine langanhaltende Bronchodilatation bietet, die die Atmung verbessert und Symptome verhindert.
  • Diuretika werden bei Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Flüssigkeitsansammlungen eingesetzt.
  • Antihistaminika können bei allergischen Symptomen hilfreich sein.
  • Makrolid-Antibiotika werden bei bakteriellen Infektionen eingesetzt.
  • Inhalative langwirksame Anticholinergika werden bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) verwendet.

118E49-50

Ein 42-jähriger Mann stellte sich mit Schmerzen im rechten Sprunggelenk vor.

Anamnese der aktuellen Erkrankung:
Seit gestern Abend verspürt er ein Unbehagen im rechten Sprunggelenk. In der Nacht traten Schmerzen und Schwellungen an derselben Stelle auf. Heute Morgen verschlimmerten sich die Symptome rasch, was zu Gehproblemen führte und ihn veranlasste, die Notaufnahme aufzusuchen. In den letzten zwei Jahren hatte er wiederholt Episoden von Schwellungen und Schmerzen an der Basis des rechten großen Zehs, die innerhalb weniger Tage abklangen.

Vorerkrankungen:
Seit drei Jahren wird er in einer örtlichen Klinik wegen Bluthochdrucks und Diabetes behandelt.

Lebensstil:
Er rauchte von seinem 20. bis 30. Lebensjahr 20 Zigaretten pro Tag. Er trinkt täglich 500 ml Bier.

Familienanamnese:
Seine Schwester hat rheumatoide Arthritis.

Aktuelle Symptome:
Der Patient ist 160 cm groß und wiegt 76 kg. Seine Körpertemperatur beträgt 37,2 °C, der Puls liegt bei 92 bpm (regelmäßig), der Blutdruck bei 160/88 mmHg und die Atemfrequenz bei 16/min. Es werden keine Auffälligkeiten im Kopf- und Halsbereich beobachtet. Herz- und Lungengeräusche sind normal. Der Bauch ist flach und weich, ohne tastbare Leber oder Milz. Es gibt keinen Hautausschlag. Das rechte Sprunggelenk ist sichtbar geschwollen, mit ausgeprägter Druckempfindlichkeit und Wärme. Aufgrund der Schmerzen kann er das Gelenk nicht bewegen.

Laborbefunde:
Urin: Protein (-), Glukose (+++), Ketonkörper (+), okkultes Blut (-)
Blut: Erythrozyten 4,72 Millionen, Hb 14,0 g/dL, Ht 43 %, Leukozyten 12.300, Thrombozyten 210.000
Biochemie: Gesamtprotein 7,5 g/dL, Albumin 3,9 g/dL, AST 48 U/L, ALT 62 U/L, LDH 246 U/L (Referenzbereich 124–222), γ-GT 120 U/L (Referenzbereich 13–64), BUN 12 mg/dL, Kreatinin 0,6 mg/dL, Harnsäure 7,9 mg/dL, Glukose 328 mg/dL, HbA1c 9,2 % (Referenzbereich 4,9–6,0)
CRP: 10 mg/dL
Gelenkpunktion: Die Gelenkflüssigkeit erscheint gelb und trüb. Die Gramfärbung zeigt keine Bakterien, jedoch werden nadelförmige Kristalle, die von Leukozyten phagozytiert wurden, beobachtet.

Was ist die Diagnose?
a. Gicht
b. Pseudogicht
c. Spondyloarthritis
d. Rheumatoide Arthritis
e. Arthrose

Was sollte zuerst verabreicht werden?
a. NSAR
b. Opioid-Analgetika
c. Harnsäuresynthesehemmer
d. Glukokortikoide
e. Krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs)

 

Die richtige Antwort ist a. Gicht.

  • Die Diagnose lautet Gicht aufgrund wiederkehrender Gelenksymptome, erhöhter Harnsäurewerte und des Nachweises von Harnsäurekristallen in der Gelenkflüssigkeit.
  • Pseudogicht betrifft typischerweise Kalzium-Pyrophosphat-Dihydrat (CPPD)-Kristalle und größere Gelenke wie das Knie, nicht jedoch Sprunggelenk oder Zehen.
  • Spondyloarthritis ist mit chronischen Rückenschmerzen, Sakroiliitis und Enthesitis assoziiert.
  • Rheumatoide Arthritis ist eine symmetrische, polyartikuläre Arthritis, die häufig die kleinen Gelenke der Hände und Handgelenke betrifft.
  • Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung mit chronischen Symptomen und betrifft typischerweise die tragenden Gelenke wie Knie und Hüfte.

Die richtige Antwort ist a. NSAR.

  • NSAR (z. B. Indometacin oder Naproxen) sind die Erstlinientherapie bei akuten Gichtanfällen. Sie reduzieren Entzündungen und lindern Schmerzen schnell. Die Symptome des Patienten – starke Gelenkschmerzen, Rötung und Schwellung – weisen auf eine akute Entzündungsreaktion hin.
  • Harnsäuresynthesehemmer werden zur langfristigen Kontrolle eingesetzt, um die Harnsäurespiegel zu senken, werden jedoch während akuter Anfälle nicht empfohlen, da sie den Anfall verschlimmern oder verlängern können.